Vom Torten schlachten und Bäume pflanzen
„…aber bitte mit Sahne“ – mit diesen ersten Takten war alles klar: Die Tortenschlachterei in Reichenwalde öffnet ab jetzt regelmäßig die Türen als Ort des leckeren Naschens und gemeinsamen Beisammenseins für alle.
Dafür haben sich am 14. November viele Menschen versammelt: Menschen, die im Dorf leben und auch schon „zur Probe“ zu Gast waren. Menschen, die sich freuen, dass es jetzt so einen Ort in Reichenwalde gibt. Menschen, die mit viel Kraft, Ideen und Energie auf diesen Tag hingearbeitet haben und Menschen, die das Engagement vor Ort begeistert.
Dr. Simon Stark zum Beispiel, der als Vorstand der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel nicht nur vom Namen Tortenschlachterei begeistert war. Dieser Name ist mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohnangebote entstanden und an die vorherige Funktion des Gebäudes angelehnt.
Jeannette Pella, Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, ist dieser Anlaufpunkt ausdrücklich als ein Ort für alle wichtig. Während Verbundleiter Frank Tschentscher anhand des Kinderliedes „Backe, backe Kuchen…“ nicht nur in Erinnerung rufen konnte, was man so zum Backen braucht, sondern auch auf die Bedeutung eines Bindemittels hindeutete, das so ein Ort wie die Tortenschlachterei sein könnte.
Zu Wort kamen auch die Leiterin des Projekts, Josephine Werner, die mit Beteiligten der AG Café vom Werden des Projekts berichtete. Und dass es für das Café noch mehr Ideen gibt, wurde auch schon klar.
Bevor nun aber die Torte angeschnitten wurde, gab es noch was zu feiern. Zum Jubiläumsjahr in den Wohn- und Beschäftigungsangeboten wurde eine letzte Aktion gestartet: 100 Bäume für Reichenwalde. Der dafür benötigte Zuwendungsbescheid des NaturSchutzFond Brandenburg wurde vom dortigen Geschäftsführer Dr. Holger Rößling und Fördermittelmanagerin Stefanie Luka übergeben. Der erste Baum wurde auch gleich gepflanzt. Ein Amberbaum, der den Gästen in immer heißer werdenden Sommern Schatten spenden wird. Geplant ist weiterhin die Streuobstwiese zu reaktivieren, deren Früchte sich zukünftig auf den Tortenböden wiederfinden sollen.
Zum Schluss gab Verbundleiter Johannes Mai der neuen Bäckerin Lydia Clemens einen Wunsch mit auf den Weg: doch „immer eine Handbreit Sahne auf dem (Torten)boden“ zu haben. Wie gut das schmeckt, davon konnten sich die Gäste anschließend überzeugen lassen – als die große Jubiläumstorte angeschnitten wurde.
Die Tortenschlachterei in der Dahmsdorfer Straße hat in den Wintermonaten Freitag, Samstag und Sonntag von 13 – 17 Uhr geöffnet. Ab dem Frühjahr verlängern sich die Öffnungszeiten auf Mittwoch bis Sonntag von 13 - 18 Uhr. Reservierungen sind möglich.
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