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Suchen und finden

Wegweiser ohne Beschriftung? So was soll es geben. Ist aber nicht hilfreich. Oder?

Lesen Sie mal, was Peter Maciej dazu meint.

Suchet, so werdet ihr finden. (Matthäus 7,7)

Haben Sie sowas schon mal gesehen? Ein Wegweiser ohne Weisungen?

Was kann der mir nützen?

Der Redlichkeit halber muss ich zugeben: Der Wegweiser auf dem Foto war einmal beschriftet. Aber ich habe seine kleinen Tafeln auf dem Foto einfach mal „abgewischt“, um etwas Neues darauf zu schreiben. Für eine gute Freundin.

Jetzt habe ich das Foto wieder rausgeholt. Es passt so gut in diese Zeit. Finde ich.

Zu Ostern passt es. Gott hat den Wegweiser für uns auch neu beschriftet. LEBEN ist da jetzt zu lesen.

Und zu unserer Zeit jetzt passt es auch. Viele gewohnte Wege dürfen wir gerade nicht gehen. Weil sie an Ziele führen, die für uns verschlossen bleiben müssen: Gottesdienste, Besuche, der Lieblings-Italiener und so viele mehr.

Es ist, als ob wir all das gerade auch abwischen müssen. Von den Täfelchen unserer täglichen Wegweiser.

Für die Freundin habe ich damals gute Wünsche auf die leeren Tafeln geschrieben.

Wünsche schauen immer in die Ferne. Wenn sie in uns erwachen, dann machen wir uns oft auf den Weg. Und auf die Suche. Damit sie in Erfüllung gehen.

So wurde aus dem Weg-Weiser ein Weg-Sucher.  Was suche ich dort zu finden? Was wünsche ich mir auf diesem Weg? Was ist mein Ziel? Welcher Hoffnung möchte ich nachgehen?

Solche Fragen haben eine wunderbare Gabe. Sie lenken meinen Blick auf das, was ich zu finden hoffe. Sie machen mich dafür aufmerksam. Und manchmal entdeckt man plötzlich etwas davon, wo man es vorher lange nicht bemerkt hat. Das kann ein großes Geschenk sein.

Darum kann so ein leerer Weg-Sucher wirklich nützlich sein. Weil er gar nicht leer ist. Er ist voller Platz für Wünsche und Hoffnungen. Ich darf mir seine Täfelchen selbst beschriften. Für den Tag heute. Für die nächsten Wochen. Für den nächsten Augenblick. Für …

Womit würden Sie heute Ihren Weg-Sucher beschriften?

Versuchen Sie es einmal!

Ich wünsche Ihnen dazu „viel Glück und viel Segen auf all Ihren Wegen“.

Ihr Peter Maciej

P.S. Den Wegweiser habe ich einst in Hirschluch fotografiert. Beschriftet! Und er hat mich dort manches Gesuchte finden lassen.