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Internationaler Tag der Pflege am 12. Mai: Danke für das außerordentliche Engagement

Am 12. Mai 2026 war der Internationale Tag der Pflege. Für die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal und die Diakonie ist dies ein Tag, an dem wir den Kolleg:innen und den An- und Zugehörigen danken, die sich mit unverzichtbarem Einsatz für ältere Menschen engagieren. 

Die Geschäftsführerinnen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Jeannette Pella und Dr. Melanie Beiner, betonen anlässlich des Internationalen Tages der Pflege:

„Wir übernehmen seit über 100 Jahren Verantwortung für ältere Menschen – in Lobetal und an vielen weiteren Standorten der Stiftung in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Unsere Angebote entwickeln wir kontinuierlich weiter. Mit dem Verbund unserer Pflegeschulen haben wir die Weichen gestellt, damit ausreichend Fachkräfte für die Pflege – insbesondere für die Versorgung älterer Menschen – zur Verfügung stehen. Seit dem 01.10.2025 bilden die Pflegeschule Lazarus und die Pflegeschule Bernau einen Ausbildungsverbund. Wir bündeln Ausbildungsressourcen, stärken die Ausbildungsqualität und vertiefen die Verzahnung von Schule und Einrichtungen, mit dem Ziel, uns als Kompetenzzentrum für Pflegeausbildung zukunftsfähig auszurichten.

Mit dem Programm ‚Pflege vor Ort‘ arbeiten wir eng mit dem Land Brandenburg und den Kommunen zusammen. Wir stärken Menschen, die ihre Zugehörigen zu Hause pflegen und begleiten.

Diese Aufgaben werden uns in den kommenden Jahren als Stiftung weiter fordern. Deshalb sind wir offen für die Möglichkeiten digitaler Technik in der Begleitung älterer Menschen. Wir werden innovative Projekte vorantreiben und uns in starken Netzwerken engagieren.

Unser herzlicher Dank gilt allen, die dieses Anliegen im Blick behalten und es mit ihren Ideen und ihrem Engagement stärken. Besonders danken wir den Kolleg:innen, die täglich nahezu 2.000 ältere Menschen in unseren Einrichtungen und in der Häuslichkeit begleiten. Sie leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für das Wohl jedes einzelnen Menschen und für die An- und Zugehörigen.“

In den Einrichtungen der Stiftung gab es an den Standorten Aktionen, die wertschätzend und dankbar für das Engagement „Danke“ sagten. Ein Überblick:

Christliches Seniorenheim Spremberg und Tagespflege „Herberge zur Heimat“

Zum Tag der Pflege wurde dem Pflegeteam als Zeichen der Wertschätzung für das tägliche Engagement und die engagierte und fürsorgliche Begleitung eine bunte Auswahl an frischem Obst überreicht. Die Geste stand stellvertretend für die hohe Fachlichkeit, Geduld und Herzlichkeit, mit der die Mitarbeiter:innen Tag für Tag für ältere Menschen da sind.

Senioren Wohnpark Am Kirschberg und Diakonie Zentrum Werneuchen

Zum Tag der Pflege am 12. Mai 2026 galt allen Mitarbeitenden ein herzliches Dankeschön für ihren täglichen Einsatz, ihr Engagement und die tolle Arbeit, die sie jeden Tag leisten. Zur Mittagszeit gab es für das Team leckere Wurst vom heißen Grill und erfrischende Getränke, eine kleine Stärkung und zugleich eine schöne Gelegenheit für kurze Gespräche und Begegnungen. 

Einrichtungsleiterin Peggy Mieth zeigte sich stolz auf das starke, professionelle und engagierte Team, das mit viel Herz und Zusammenhalt den Alltag meistert.

Lazarus Haus Berlin und Julia von Bodelschwingh Haus Berlin

In Berlin wurden die Mitarbeitenden verwöhnt als spürbares „Danke“ für ihren Einsatz und ihr Engagement. Im Lazarus Haus gab es Pizza für alle, im Julia von Bodelschwingh Haus ein Eis-Buffet. Die gemeinsam genossene Pause tat gut und stärkte den Teamgeist.

Diakonie setzt Zeichen: Entlastung in der Pflege jetzt

Die Diakonie-Verbände luden an diesem Tag zu einer Demonstration vor das Bundesgesundheitsministerium ein und machten auf die Notwendigkeit dringender Entlastungen von Pflegenden, Pflegebedürftigen und Pflegeeinrichtungen aufmerksam, um auch künftig gute Pflege und verlässliche Rahmenbedingungen zu gewährleisten. In der Pressemeldung heißt es:

„In Deutschland leben rund fünf Millionen Menschen mit Pflegebedarf. Mehr als 80 Prozent werden zu Hause versorgt. Pflege findet damit überwiegend im privaten Umfeld statt und wird wesentlich durch Angehörige, ambulante Dienste und soziale Netzwerke getragen. Gleichzeitig steigen Kosten für die Pflegeanbieter, Personalengpässe nehmen zu und regionale Versorgungsunterschiede verstärken sich. In dieser Situation entwirft die Bundesregierung mit dem Pflegeversicherungsgesetz ein Sparpaket, zulasten der Beitragszahlenden, der pflegebedürftigen Menschen, ihrer An- und Zugehörigen sowie den Leistungserbringern und deren Mitarbeitenden. Anstatt die Pflegebedürftigen durch gedeckelte Eigenanteile zu entlasten, plant das Ministerium einen Sparplan auf dem Rücken von Betroffenen und Arbeitnehmenden. Die Kürzung der Leistungszuschläge für Pflegeheimbewohner wird die privaten Kosten weiter in die Höhe treiben und erhöht das Risiko für Altersarmut drastisch. Gleichzeitig versperren strengere Hürden bei den Pflegegraden vielen Menschen den frühzeitigen Zugang zu Hilfe. Dabei sind diese oft für die Stabilisierung der häuslichen Pflege und Entlastung von pflegenden Angehörigen entscheidend.“

Dr. Ursula Schoen, Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, ergänzt: „Dieses Sparpaket geht zulasten der Beitragszahlenden, der pflegebedürftigen Menschen, ihrer An- und Zugehörigen sowie den Leistungserbringern und deren Mitarbeitenden.“ Die Forderung: „Für eine nachhaltige, faire und verlässliche Pflegestruktur sind Sofortmaßnahmen erforderlich, wie die Überführung der Kosten der Behandlungspflege in der stationären Pflege ins SGB V, die Erstattung der Coronakosten, die soziale Absicherung der informell Pflegenden sowie die Herausnahme der Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen. Langfristig gilt es, das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen, indem kurz-, mittel- und langfristige Schritte für eine sozial gerechte Finanz- und Strukturreform der Pflege in einer verbindlichen Roadmap – einem gemeinsamen Masterplan – definiert werden. Nur so kann die Versorgung in der Langzeitpflege wieder sichergestellt und Altersarmut vermieden werden.“

Herzlichen Dank an alle Pflegenden und Teams in der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal: Ihr Einsatz ist unverzichtbar. Heute und an jedem Tag.

Wolfgang Kern