{Play}

Auf gute Nachbarschaft...

Die Stiftung baut auf den Grundstücken Kirchstraße 11 (das obere mit dem quadratischen Hospiz-Neubau) und Kirchstraße 12. Wohnhaus (1) und Reithalle (3) bleiben erhalten, die übrigen Gebäude (2) werden noch untersucht.

„Auf gute Nachbarschaft!“ So stand es im Einladungsschreiben an die künftigen Nachbarinnen und Nachbarn zur Informationsveranstaltung über das neueste Vorhaben der Stiftung in Wandlitz. Vier Wochen nach der Vorstellung der Planungen für das Hospiz gab es am 3. Mai im Wandlitzer Kulturhaus „Goldener Löwe“ neues zu berichten. Geschäftsführer Martin Wulff stellte das Vorhaben für das Grundstück Kirchstraße 12 vor.

Er freue sich, sagte der Wandlitzer Bürgermeister Oliver Borchert zur Begrüßung, dass die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal weiter Fuß fasse und ein zweites Standbein in der Gemeinde plane.

Auf dem Grundstück soll künftig Inklusives Wohnen, Leben und Arbeiten stattfinden. Was damit gemeint ist, erläutert Jeannette Pelle vom Bereich Teilhabe. Was hier entstehe sei kein Heim für Menschen mit Behinderungen. „Es geht bei unseren Plänen um ganz normales Wohnen. Ein Teil der barrierefreien Wohnungen stehen allen Bürgerinnen und Bürger von Wandlitz zur Verfügung. Vor allem ältere Menschen werden diese Wohnungen schätzen, weil sie darin lange selbstständig leben können.“ Dabei setzt sie auf Nachbarschaftshilfe. Das sei für sie die Übersetzung von Inklusion. „Wir wünschen uns, dass die künftigen Bewohner aufeinander achten und sich gegenseitig unterstützen“, so Pella.

Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal will in Wandlitz – in der Kirchstraße 12 – ein Projekt zum Inklusiven Wohnen realisieren. Außerdem sollen auch Möglichkeiten zum Arbeiten geschaffen werden. Möglich wäre, beispielsweise die Reithalle um ein Gewächshaus zu erweitern.

Das unterstrich auch der Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Martin Wulff: „Das benachbarte Hospiz soll ein Ort des Lebens sein. Deshalb wollen wir die Nachbarschaft mit noch mehr Leben füllen.“ So bilden das Hospiz und die Kirchstraße 12 ein gemeinsames Ensemble. Auch Pferde sollen wie bisher auf dem Grundstück leben und die Reithalle erhalten bleiben. „Wir können uns sehr gut vorstellen, dort therapeutisches Reiten anzubieten.“ Außerdem kann man sich dort ein Gewächshaus vorstellen, in dem dann zum Beispiel Pflanzen überwintern. Ludwig Pagel, Geschäftsführer der Hoffnungstaler Werkstätten, sieht in diesen Angeboten eine gute Möglichkeit, Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung anzubieten.

Martin Wulff wies darauf hin, dass man von einer Antragsstellung für die baulichen Umsetzungen noch weit entfernt sei. „Was wir genau machen und wie es am Ende aussehen wird, könne man ungefähr in einem Jahr sagen.“

Soweit wie möglich, soll der Altbestand auf dem Grundstück erhalten bleiben. Geplant ist, das Wohnhaus im ortstypischen Stil zu sanieren und in diesem etwa vier Wohneinheiten einzurichten.

Die einzelnen Bauvorhaben erläuterte Architekt Jan Jeschonnek, Geschäftsführer des Architektenbüros Parmakerli Fountis. So seien insgesamt zehn bis zwölf Wohneinheiten für Inklusives Wohnen vorgesehen, welche unter anderem im bereits auf dem Gelände stehenden Wohngebäude entstehen sollen. „Dieses muss dafür saniert werden. Unser Ziel ist es, die Fassade im ortstypischen Stil beizubehalten“, so Jeschonnek. Bei den übrigen Gebäuden, die sich auf dem Grundstück befinden, müsse zunächst die Bausubstanz geprüft werden. Erst danach könne man einschätzen, ob eine weitere Nutzung möglich sei oder neu gebaut werden müsse.

Grafiken: © parmakerli-fountis architekten