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Neubau in Brandenburg/Havel im Januar bezugsfertig

In Brandenburg an der Havel entsteht ein Haus für inklusives Wohnen. Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner schauten kürzlich dort vorbei. Sie werden im Januar dort einziehen.

„Leben wie Du und ich“. Das ist das Motto für das Enthospitalisierungsprogramm der Heimbewohnerinnen und -bewohner der ehemaligen Landeskliniken Brandenburg in Brandenburg/Havel, Teupitz und Lübben. Die Heime sind 2017 in die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal übergegangen.

Eine der Säulen ist das Wohnen in den eigenen vier Wänden mitten im Quartier. Dazu wurden an den Standorten Bauvorhaben gestartet oder sind derzeit in Planung. So auch in der Domstadt Brandenburg auf der Osthalbinsel.

Die Fassade ist mit waagerechten und senkrechten Aufbrüchen sowie versetzte Elemente aufgelockert.

In das zweigeschossige Wohngebäude werden 31 Menschen einziehen, die dann jahrzehntelang auf dem Gelände der heutigen Asklepios-Klinik gelebt haben. Im zweiten Geschoß stehen 13 Wohnungen zur Verfügung, die frei vermietet werden.

Das Innenleben des Gebäudes ist durchgängig barrierearm. Einige Wohnungen sind rollstuhlgerecht. Lichtschalter und Türknaufe sind in 85 Zentimetern Höhe angebracht. Im ganzen Haus gibt es keine Schwelle. Die Duschen sind bodengleich, in jedem Bad gibt es mindestens 1,50 Meter freien Bewegungsspielraum in jede Richtung. Jede Tür ist so breit, dass ein Rollstuhl hindurch passt.

„Ich freue mich am meisten auf mein eigenes Bad und dass ich eine kleine Küche habe“, freut sich Carola Winkler, dass sie bald eine eigene Wohnung hat. Die eigenen Bäder seien für viele der größte Luxus, das kennen sie bisher so gut wie gar nicht, bestätigt Simone Kutzker. Sie wird das Haus leiten. Wohnen wie Du und ich, das heißt auch, dass die Wohnungen nach individuellem Geschmack eingerichtet werden können, entweder mit eigenen Möbeln, oder es werden diese von den Bewohnerinnen und Bewohner ausgesucht.

Architekt Jan Jeschonnek erklärt den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern, wie sie wohnen werden.

Das Gebäudekonzept folgt dem Gedanken der Begegnung und der Kommunikation. So wechseln sich großzügige Gemeinschaftsräume mit Küchen und Nischen sowie gemeinsame Balkone ab. Damit das 66 Meter lange Haus nicht wie eine Mietkaserne

aussieht, wurde die Fassade mit waagerechten und senkrechten Aufbrüchen sowie versetzte Elemente aufgelockert.

Das ursprüngliche Ziel, das ganze Haus noch vor Weihnachten zu bewohnen, kann nicht ganz eingehalten werden. Dafür wird es im Januar den großen Einzug geben. Für die frei vermietbaren Wohnungen werde man Mitte September in den Vertrieb gehen.