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Skills Lab - Pflegelabor eröffnet

Diakonisches Bildungszentrum bereit für Generalistische Ausbildung

Im Februar eröffnete das Diakonische Bildungszentrum der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal ein neues Pflegelabor in der Zepernicker Chaussee 1. Die Bezeichnung Skills Lab definiert dabei eine zentrale Trainingseinrichtung, in der spezifische Fertigkeiten und Fähigkeiten praktisch vermittelt werden. Die beiden Räume simulieren die praktische Arbeit der Akutpflege (Krankenhaus) und die Langzeitpflege (Pflegeeinrichtung, Pflege zu Hause). Die Leiterin der Pflegeschule, Frau Lazar, demonstrierte mit weiteren Lehrpersonen und Auszubildenden die praktischen Möglichkeiten des Pflege-Labors.

Pflegebetten mit Patientenpuppen, Rollstühle sowie die Möglichkeit an plastischen Torsos beispielsweise die Blutentnahme zu üben oder auch die fachgerechte Legung eines Blasenkatheters, wie auch die Versorgung der Patienten über PEG-Magensonden gehören u.a. dazu wie auch die Darstellung der Pflege im häuslichen Bereich. Über 500 Auszubildende gibt es derzeit im Diakonischen Bildungszentrum Lobetal, davon stehen für die Pflegeausbildung derzeit 120 Plätze zur Verfügung. Die neue Generalistische Pflegeausbildung wird am 1. April des Jahres mit einer weiteren neuen Klasse und 25 Schülern starten.  

Auszubildende simulieren eine Herzdruckmassage bei einem Dummy- Auszubildende re: Norman Krumpfer, Mitte Andrea Gohr, li Martina Kühl

Mit der Generalistischen Pflegeausbildung wird der Pflegeberuf einen enormen Zuwachs an Vielfalt und Professionalität erfahren. Die zukünftigen Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner – so ihre offizielle Berufsbezeichnung – werden nach ihrer dreijährigen Ausbildung in der Lage sein, in allen Tätigkeitsfeldern der Pflege zu arbeiten. So werden sie Menschen aller Altersgruppen begleiten können. Zudem ist der Berufsabschluss automatisch in allen Ländern der EU anerkannt.

„Das Diakonische Bildungszentrum Lobetal verfügt mit der bisherigen Altenpflegeschule bereits über eine langjährige Erfahrung in der Pflegeausbildung. Seit Beginn dieses Jahres ist nun das neue Pflegeberufegesetz in Kraft getreten. Es vereint dabei nicht nur eine Zusammenfassung der bisherigen Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einem Berufsbild, sondern es ist ein völlig neuartiger Beruf entstanden“, formuliert es Dr. Johannes Plümpe, Leiter des Diakonischen Bildungszentrums, in seiner Begrüßung.

Geschäftsführer Martin Wulff brachte ebenfalls seine Freude über das großartige Pflegekabinett zum Ausdruck. „Es ist eine wesentliche Grundlage für die künftige Arbeit.“ Katja Möhlhenrich-Krüger, Bereichsleiterin Altenhilfe in der Stiftung wies auch auf die große Bedeutung für Praxisanleiter hin. Diese könnten jetzt auch eine Benotung der praktischen Arbeit für die Prüfung vornehmen. Sebastian Tauferner und Norman Krumpfer, beide im ersten Ausbildungsjahr, demonstrieren derweil den Transfer eines Patienten aus dem Bett in den Rollstuhl und was dabei zu beachten ist.

die Auszubildende erläutert den Wechsel der Trachealkanüle – Auszubildende Jasmin Krüger, Alexandra Altmann

Azubi Andrea Gohr: „Ich bevorzuge die ambulante Pflege, da sie sich für mich abwechslungsreicher gestaltet“, sagt sie und weist auf die Notwendigkeit hin, das „man älteren Menschen Zeit schenken zum Zuhören und zum Reden.“