Schüler*innen aus Bernau beenden Ihre Berufsorientierung
Seit März haben verschiedene Einrichtungen und Dienste der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal für Schülern und Schülerinnen zweier neunter Klassen ihre Türen geöffnet und ihnen erste Einblicke in ihre alltägliche Arbeit mit Menschen gewährt.
Bereits seit 2012 besteht die Kooperation der Schule am Kirschgarten mit der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Früher im Rahmen der Förderprogramme „Initiative Oberschule“ (IOS) oder „Initiative Sekundarstufe“ (INISEK) und heute im Rahmen des Förderprogramms „PraxisBO“ – Praxisnahe Berufsorientierung, lernen junge Menschen die Arbeitsfelder der sozialen Arbeit, finanziert vom Europäischen Sozialfonds und dem Land Brandenburg, kennen.
Die Teilhabe, die Altenhilfe, die Kinder- und Jugendhilfe- und die Suchthilfe haben dafür ihre verschiedenen Einrichtungen für diese junge Generation geöffnet und einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet auf soziale Berufe aufmerksam zu machen. Die Schüler*innen beginnen das Projekt, indem die Fachbereiche die Spezifik der Einrichtungen mit ihren Aufgaben, den zu betreuenden Menschen und den spezifischen Verhaltensnormen erläutern und ihre Bereiche dabei vorstellen. Im Anschluss dürfen die Schüler*innen an 3 verschiedenen Tagen in 3 verschiedenen Einsatzstellen erste Erfahrungen sammeln, um dann zu entscheiden, wo sie eine Woche lang nähere Einblicke erhalten wollen. Sie können dabei Ihre Eignung für die entsprechenden Berufsfelder prüfen und nehmen ansonsten wichtige Erfahrungen für ihre Leben mit.
Die Diakonische Schulen Lobetal - Berufsfachschule für Soziales unter der Organisation von Frau Weiss unterstürzt mit ihren Schüler*innen der BfS das Projekt, indem sie die praktischen Erfahrungen mit den ausbildungsrelevanten Inhalten ergänzen und den Schüler*innen der neunten Klassen somit ein rundes Bild an Einblicken, Fähigkeiten und Möglichkeiten sozialer Berufe in der Region Bernau gestalten.
Auch wenn die Kitas zu Beginn des Projektes immer der am meisten gewünschte Bereich der Schüler und Schülerinnen ist, war es bisher immer so, dass die Bereiche Teilhabe und Altenhilfe ein schlummerndes Potential bei den Schüler*innen geweckt haben, so dass sie am Ende ihre oft durch Unwissenheit und Ängste geprägten Vorurteile über Bord warfen und über sich hinaus gewachsen sind. Trotz der Nähe der Schule in Bernau und Lobetal mit seinen vielen Standorten, orientieren sich junge Menschen oft noch an den Menschen aus ihrer Umgebung und haben keine Idee von sozialen Berufen. Besonders häufig schaffen es die Menschen in den Einrichtungen Schüler*innen im Projekt zu binden, die ansonsten eher schulfern sind. Am Ende sind alle überrascht, wie schnell die Zeit verging und sie wünschten sie hätten mehr davon bei uns gehabt. Auch in diesem Jahr war es wieder genauso und die Schüler*innen überraschten sich selbst und zauberten uns bei den täglichen Reflektionsgesprächen ein Grinsen ins Gesicht.
Diese tollen Erfolge sind nur möglich geworden, indem alle Beteiligten des Projektes Mühe auf sich genommen haben ihre Arbeitsfelder mit Leben zu füllen, junge Menschen dafür sogar auch begeistern konnten und sie in ihnen bisher unbekannte Welten abgeholt haben. Herzlichen Dank daher an alle Mitarbeitenden aus dem Seniorenpark am Kirschberg, dem Wilhelmine-Striedick-Haus, dem Johanna-Theresen-Haus, dem Matthias-Claudius-Haus, dem Haus Bethel, dem Sydower Feld, dem Kulti, dem Creatimus, der Kita Sonnenschein, der Kita St. Martin, der Kita Schneckenkönig, dem Hort an der Nibelungenschule, dem Haus Horeb und dem Christophorus-Hof. Besonderen Dank möchte ich auch an die Unterstützerinnen der theoretischen Vorbereitung der Schüler und Schülerinnen geben, Frau Amann und Frau Thielisch, Sie haben das richtig klasse gemacht und haben die Schüler*innen sofort in Ihren Bann gezogen! Vielen Dank gebührt auch Herrn Apel, der den Schüler*innen während des gesamten Projektes tatkräftig und unterstützend zur Seite stand.
Ich hoffe Sie alle nehmen auch im kommenden Schuljahr wieder die Mühen auf sich und ermöglichen es Schülern und Schülerinnen unsere wertvolle Arbeit kennen zu lernen.
Aimee Waesche
