Begegnung ermöglichen: Drei Stationen der Ausstellung „Unsere Leben, unsere Ängste"
Die Wanderausstellung „Unsere Leben, unsere Ängste“ der Fotografin Malina Bura war in den vergangenen Wochen an mehreren Orten zu Gast – innerhalb und außerhalb der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Dabei wurde deutlich: Die Ausstellung zeigt nicht nur Bilder, sondern eröffnet Räume für Begegnung, Austausch und neue Perspektiven.

Dialogisches Hauptformat bei der Frühjahrsklausur in Neuruppin
Im Rahmen der Frühjahrsklausur in Neuruppin wurde die Ausstellung als besonderes dialogisches Format umgesetzt – mit dem Ziel, nicht nur Porträts sichtbar zu machen, sondern Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.
Zum Einstieg wurden ausgewählte Fotografien im Plenum gezeigt. Anschließend stellten sich sechs der porträtierten Protagonist*innen persönlich vor und gaben in kurzen Beiträgen Einblicke in ihre Lebensrealitäten, Erfahrungen und Perspektiven.

Den Kern des Formats bildeten anschließende Gesprächsrunden in Kleingruppen. Dort kamen die Teilnehmenden jeweils mit einer Protagonist*in ins direkte Gespräch – nicht als klassische Diskussion, sondern als Raum für Zuhören, Nachfragen und Resonanz.
Dabei entstand eine besondere Atmosphäre: ruhig, konzentriert und persönlich. Viele Teilnehmende beschrieben gerade diesen unmittelbaren Austausch als besonders wertvoll. Nicht über Menschen zu sprechen, sondern mit ihnen, eröffnete neue Sichtweisen und bot Raum für eigene Reflexion.

Zum Abschluss wurden zentrale Eindrücke noch einmal im Plenum geteilt. Gleichzeitig wurde spürbar, dass ein solcher Austausch nicht selbstverständlich ist. Er lebt von Offenheit – und von der Bereitschaft der Beteiligten, persönliche Erfahrungen zu teilen.
Unser herzlicher Dank gilt allen Protagonist*innen sowie allen Mitwirkenden, die diesen vertrauensvollen Raum ermöglicht haben.

Weitere Stationen: Eberswalde und BTS Lichtenberg
Auch an weiteren Orten hat die Ausstellung Menschen erreicht und wichtige Impulse gesetzt. Nach zwei Stationen innerhalb unserer Stiftung machte die vom Toleranten Brandenburg geförderte Ausstellung in den Oberbarnimschulen in Eberswalde Station.

Die feierliche Eröffnung wurde von engagierten Beiträgen aus der Schulgemeinschaft begleitet – mit Redebeiträgen, Musik, Lyrik und persönlichen Gedanken zum Thema Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Während der Laufzeit besuchen zahlreiche Klassen die Ausstellung und setzen sich im Unterricht mit den Themen Diskriminierung, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinander.
Wir freuen uns sehr über diese gelungene Kooperation und das starke Engagement vor Ort.
Eröffnung in der BTS Lichtenberg
Auch in der Beschäftigungstagesstätte Lichtenberg wurde die Ausstellung feierlich eröffnet. Zahlreiche Gäste aus verschiedenen Standorten kamen zusammen, um die Werke zu erleben und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Anwesenheit der Fotografin ermöglichte persönliche Einblicke und intensive Gespräche über Erfahrungen, Ängste und Perspektiven im Alltag. Für besondere Eindrücke sorgte zudem ein Poetry-Slam-Beitrag eines Klienten, der die Themen der Ausstellung eindrucksvoll aufgriff.
Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die diese standortübergreifende und wertschätzende Veranstaltung möglich gemacht haben, insbesondere Marie Brannath und Chris Sommer.

Kunst als Raum für Sichtbarkeit
Die verschiedenen Stationen der Ausstellung zeigen eindrucksvoll, wie Kunst dazu beitragen kann, gesellschaftliche Wirklichkeiten sichtbar zu machen, Begegnung zu fördern und Dialog zu ermöglichen. Wir danken allen Partnerinnen, Gastgeberinnen und Besucher*innen, die diese wichtigen Räume mit Leben gefüllt haben.
Haben Sie Interesse an der Ausstellung oder wollen mehr darüber erfahren? Hier finden Sie mehr Informationen.
