Kino verbindet – Gemeinsame Filmvorführung der Schulen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Ein volles Haus, ein starkes Thema: Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus brachten die Lazarus Schulen am 25. März 2026 Schüler:innen verschiedener Standorte auf dem Lazarus Campus in Berlin-Mitte zusammen.
Im Mittelpunkt stand der Film Die Arier von Mo Asumang – gemeinsam geschaut und diskutiert von Klassen der Lazarus Schulen, der Pflegeschule Bernau und des Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH)

Besonders prägend für den Nachmittag war die Rolle der Schüler:innen selbst: Die Moderation lag vollständig in den Händen der beiden Schüler Ogulcan und Solomon aus der SAS 21, die die rund 150 Schüler:innen und Lehrer:innen durch das Programm geführt haben. Auch die Klasse SAS 21 war aktiv an der Vorbereitung und Umsetzung beteiligt – unterstützt durch die Klassenleitung Marion Knorr.
Der Film begleitet die Filmemacherin auf einer persönlichen Reise. Sie sucht das direkte Gespräch mit Menschen, die sich selbst als „Arier“ verstehen oder rassistische Weltbilder vertreten. Dabei entstehen Begegnungen, die irritieren, herausfordern und zum Nachdenken anregen – ohne einfache Antworten vorzugeben.

Im Anschluss an die Vorführung stand eine zentrale Frage im Raum: Was sollte nach diesem Film nicht wieder vergessen werden?
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden machten sichtbar, wie unterschiedlich die Perspektiven sind – und zugleich, welche Themen viele beschäftigt haben. Besonders häufig genannt wurden die Begegnungen mit rechtsextremen Gruppen wie dem Ku-Klux-Klan oder auf Neonazi-Demonstrationen, die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Arier“, Eindrücke aus den Szenen im Iran sowie Fragen nach Gleichheit, Zugehörigkeit und dem Umgang mit rassistischen Erfahrungen im Alltag.

Neben dem inhaltlichen Austausch entstand auch Raum für Begegnung: Bei einem kleinen Buffet mit Limonade und Brezeln sowie einem anschließenden musikalischen Beitrag von Martin aus der Ausbildung zum Erzieher entwickelte sich eine offene und zugleich nachdenkliche Atmosphäre.
Gerade die von Schüler:innen getragene Moderation hat gezeigt, wie wirksam solche Formate sein können: nah an der Lebenswelt, offen für unterschiedliche Perspektiven und ohne den Anspruch, schnelle Antworten zu liefern.
Ein besonderer Dank gilt allen, die die Veranstaltung möglich gemacht haben – von der technischen Umsetzung über Auf- und Abbau bis hin zur Organisation im Hintergrund.

Victor Nagel
