Honig der Lobetaler Suchthilfe prämiert
Honig „Made in Lobetal“ wurde beim diesjährigen Naturparkfest im Pankepark am 5. November geehrt. Platz 1 ging an die Ambulante Suchthilfe der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Das war eine riesige Überraschung, denn genau vor einem Jahr wurde ihnen der Wanderpokal auch im Stadtgut Blankenfelde verliehen. Sandra Szilat, Sozialarbeiterin beim St. Georgen-Hospital und selbst Imkerin, hatte das Projekt vor rund vier Jahren begonnen. Sie nahm den Wanderpokal mit großer Freude gemeinsam mit André Lantermann, Nico Müller und Sebastian Sergel entgegen, die das Imkerprojekt im Team vor Ort begleiten. Sie betreuen die vier Bienenvölker. In den Sommermonaten setzt sich jedes Volk aus ca. 60.000 Arbeiterinnen (weibliche Bienen), 1500 Drohnen (männliche Bienen) und einer einzigen Königin zusammen.
Sebastian Sergel verrät uns die Geheimnisse der Honigproduktion. Er zieht eine Wabe aus der Bienenbeute, dem Bienenstock. Die Königin darin zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Bienenkönigin ist zwar die größte Biene im Bienenstock, unterscheidet sich aber kaum bzw. lediglich durch ihren eher lang gestreckten, spitzen Hinterleib von den Arbeiterinnen und Drohnen.
Wie entsteht denn nun aber so ein leckerer Honig? André Lantermann erklärt: „Die Biene saugt Nektar aus Blüten oder Honigtau von Blättern mit ihrem Rüssel auf und speichert ihn in ihrer Honigblase. Im Stock gibt die Sammelbiene den Saft an andere Stockbienen weiter. Durch diese Prozedur wird der Nektar/Honigtau immer wieder mit wichtigen Enzymen, Säuren und Proteinen angereichert. Durch das wiederholte Umfüllen und Fächeln mit den Flügeln verdunstet ein Großteil des enthaltenen Wassers und der süße Saft wird allmählich dickflüssig. Ist der Honig fertig, füllen die Bienen ihn in die Waben und verschließen die Zellen mit einem Deckel aus Bienenwachs.“
„Etwa 20 bis 60 kg Honig können unsere Bienenvölker in einer Saison produzieren. Insgesamt 220 Kilogramm sind es von den vier Völkern bis zum Ende dieses Sommers geworden. Bevor dieser leckere Honig jedoch an die interessierte Kundschaft gelangt, muss er in mühseliger Handarbeit geschleudert, abgeschäumt, gerührt anschließend in Gläser abgefüllt und diese etikettiert werden“, so Sebastian Sergel.
Angeboten wird der Honig in Lobetal unter der Woche im Haus Horeb in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr sowie am Wochenende am Bonhoefferweg 12 b bei Herrn Sergel. Das 500 Gramm Glas kann für 7,50 Euro erworben werden.
Renate Meliß
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