Lobetal spricht: Aus Gesprächen entsteht Zukunft
Im Dialog über die gemeinsame Zukunft des Ortes
Am 17. April wurde die Alte Schmiede erneut zu einem Ort des Austauschs: Rund 25 Teilnehmende kamen bei „Lobetal spricht“ zusammen, um über die Zukunft Lobetals ins Gespräch zu kommen. Mit dabei waren engagierte Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeitende und die Geschäftsführung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Gemeindekirchenrat und Ortsbeirat. Auch Bernaus Bürgermeister André Stahl sowie interessierte Kommunalpolitiker beteiligten sich am Austausch.
Video: Alexander Bormann
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie Information, Kommunikation und Beteiligung im Ort künftig noch besser gelingen können. Bereits die Umfrage und der erste Workshop hatten gezeigt, dass sich viele Menschen mehr Transparenz, verlässliche Informationen und bessere Möglichkeiten zur Mitgestaltung wünschen. Denn Beteiligung beginnt dort, wo Menschen wissen, was passiert, Fragen stellen können und unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden.
Schnell wurde deutlich, dass es den einen Kommunikationsweg für alle nicht gibt. Unterschiedliche Menschen nutzen unterschiedliche Kanäle. Umso wichtiger sind Orte und Formate, die persönliche Begegnungen ermöglichen. Feste, gemeinsame Aktionen oder regelmäßige Gesprächsformate schaffen Vertrauen, machen Projekte sichtbar und bieten Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen – auch dann, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen.
Gemeinsam wurde außerdem auf die bisherigen Entwicklungen von „Lobetal spricht“ geblickt. Viele der im Herbst 2025 gesammelten Ideen wurden inzwischen aufgegriffen und in konkrete Projekte überführt. Dazu gehören unter anderem neue Begegnungsangebote in der Alten Schmiede, ein öffentlich zugänglicher Spieleschrank, ein Car-Sharing-Projekt, der Dankeschönabend für Ehrenamtliche sowie die Weiterentwicklung des Runden Tisches Lobetal. Damit wurde deutlich: Lobetal spricht bleibt nicht beim Austausch stehen – aus Gesprächen können konkrete Projekte und gemeinsames Handeln entstehen.
Der Abend machte zugleich deutlich, dass Beteiligung selten der schnellste Weg ist. Unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, Informationen transparent zu machen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln braucht Zeit. Gleichzeitig waren sich die Teilnehmenden einig, dass sich dieser Weg lohnt, weil dadurch mehr Menschen die Zukunft Lobetals aktiv mitgestalten können.
Der Dialog geht weiter: Als nächster Schritt ist für den Spätsommer eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Bauen in Lobetal“ geplant. Dort sollen aktuelle Entwicklungen transparent vorgestellt sowie Raum für Fragen, unterschiedliche Perspektiven und den gemeinsamen Austausch geschaffen werden.
Mehr über den bisherigen Weg von „Lobetal spricht“, kommende Veranstaltungen und Möglichkeiten zur Beteiligung finden Sie auf unserer Projektseite „Lobetal spricht – im Gespräch bleiben“.
Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.
