Schauspielgruppe des Jugendmigrationsdienstes förderte das Heimischwerden

Die Akteure der Theatergruppe


In der Arbeitsgruppe „Theater-Poesie-Fotografie“ des Sprachkurses für junge Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler entstand 1997die Idee, auch nach Abschluss des Sprachkurses Theater zu spielen. Seit 2005 arbeitete das Ensemble als eigenständiges Projekt des Jugendmigrationsdienstes unter dem Namen Theater Akzent und brachte jährlich Stücke unterschiedlichen Genres in sehr hoher Qualität auf die Bühne des Kulturbahnhofes Finow in Eberswalde.

Dank des großen ehrenamtlichen Engagements der Theaterleitung und der Schauspielerinnen und Schauspieler, der Unterstützung durch die Stadt Eberswalde und des Jugendmigrationsdienstes war das über mehr als zehn Jahre möglich. Das Ensemble besteht inzwischen aus semiprofessionellen Schauspielerinnen und Schauspieler mit und ohne Migrationshintergrund. Darunter befinden sich Lehrerinnen und Lehrer, eine Altenpflegerin, ein Vermessungsingenieur etc. Den Beruf mit Familie und dem Schauspielhobby zu vereinen wurde für die Schauspielerinnen und Schauspieler in letzter Zeit immer schwerer. Deshalb fiel der Beschluss, das Projekt zu einem guten Ende zu bringen.

Am 11. und 12.03.2016 präsentierte das Ensemble vor knapp 100 Zuschauern sein letztes Stück „Meine Schwester“ im Kulturbahnhof in Eberswalde. Das sozialpsychologische Drama beeindruckte und bestürzte die Zuschauerinnen und Zuschauer. Die hohe Schauspielleistung hinterließ einen sehr guten Eindruck.

Viele Beteiligte sehen dies mit einem lachenden und weinenden Auge, denn geht damit ein sehr wichtiger Abschnitt ihres Lebens zu Ende. Das Theater hat ihnen nach ihrer Ankunft in Deutschland ein zu Hause gegeben und ist für sie zu einer zweiten Familie geworden.

Weitere Informationen unter: www.theater-akzent.com