Betroffene diskutierten mit Bundestagsabgeordneten Bundesteilhabegesetz

Gruppenbild im Paul-Löbe-Haus (v.l.): Belinda Boras, MdB Dagmar Ziegler, Ralf Klinghammer, Aimée Waesche, Martin Wulff, Dirk Herr und MdB Stefan Zierke


Im Zusammenhang mit der inhaltlichen Auseinandersetzung zum Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes bekamen zwei im Bereich Suchthilfe betreute Menschen die Chance, mit zwei Bundestagsmitgliedern, Dagmar Ziegler und Stefan  Zierke, ins Gespräch zu kommen.

Im Vorfeld hatte der Fachbereichsleiter Suchthilfe, Ralf Klinghammer mit Bundestagsmitgliedern der brandenburgischen SPD Kontakt aufgenommen. Stefan Zierke lud Ralf Klinghammer sowie die Geschäftsführung direkt zu einem Termin am 19. Oktober  in das Paul-Löbe-Haus, den Sitz des Bundestages, nach Berlin ein.

Ganz im Sinne der Auseinandersetzung mit dem Thema Teilhabe von Menschen mit Behinderung luden der Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Martin Wulff, und Ralf Klinghammer Betroffene zur Teilnahme an dem Gespräch mit den Abgeordneten ein. Zwei von ihnen, Belinda Boras und Dirk Herr, erklärten sich bereit, mit  Einrichtungsleiterin Aimée Waesche nach Berlin zu fahren und sich im Bundestag in dieses herausfordernde Gespräch einzubringen.

Martin Wulff skizzierte grundsätzliche Kritikpunkte des Referentenentwurfs, wie  bspw. die Abgrenzung zur Pflege. Dagmar Ziegler ging auf allgemeine, durch Verbände und Medien präsentierte Kritikpunkte ein und sprach Veränderungsplanungen an.

Frau Boras und Herr Herr stellten als abhängigkeitskranke Menschen eindrucksvoll die Situationen dieser Menschen dar und begründeten, worin die Problematiken des Zugangs zu den Teilhabeleistungen nach dem Referentenentwurf liegen. Besonders gingen sie auf die im Gesetzentwurf benachteiligten Personengruppen der seelisch und psychisch erkrankten Menschen ein. Sie fanden den Mut, von ihren Lebensgeschichten mit all ihren Höhen und Tiefen zu berichten und ließen die Abgeordneten an den spezifischen Situationen teilhaben.

Beide Abgeordnete brachten zum Ausdruck, dass sie wichtige Anregungen erhielten, die sie in den weiteren parlamentarischen Diskussionsprozess mit dem Koalitionspartner einfließen lassen werden.

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