Weiterer Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderungen

Gemeinsam bereits viel erreicht: Silvia Ulonska (l.), Martin Wulff und Friederike Winter setzen ihre Unterschrift unter die neue Vereinbarung


Landkreis Barnim und Hoffnungstaler Stiftung Lobetal unterzeichneten Vereinbarung

Menschen mit Behinderungen wollen ganz normal leben. Das klingt einfach, ist es aber häufig nicht. Es gibt noch viele Barrieren im gemeinsamen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen. Darauf verwiesen Silvia Ulonska, Dezernentin für Sozial- und Umweltangelegenheiten des Landkreises Barnim, und Pastorin Friederike Winter, Geschäftsführerin sowie Martin Wulff, Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.

Sie unterzeichneten die nunmehr sechste Zielvereinbarung zwischen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal und dem Landkreis Barnim, die sich dem weiteren Abbau dieser Barrieren verschrieben hat. „Das sechste Mal bedeutet die Fortsetzung einer guten Tradition, die auf viele sehr respektable Ergebnisse verweisen kann“, erklärte Silvia Ulonska bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.

Erreicht wurde unter anderem:

◾Nach 12 Jahren wohnen viermal mehr Menschen mit Behinderungen trotz Unterstützungsbedarf weiter in der eigenen Häuslichkeit.

◾Drei neue Angebote in denen Menschen mit ganz unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen gemeinsam wohnen können, werden erfolgreich erprobt.

◾Bestehende Verwaltungsverfahren werden vereinfacht, um bürokratische Hürden zu vermeiden oder abzubauen.

◾Vorurteile werden abgebaut, da Menschen mit Behinderungen im Alltag oft viel zu wenig zugetraut wird.

Vorhandene Angebote verbessern

Die Zusammenarbeit ist wegweisend für den gesamten Landkreis. Manchmal sogar darüber hinaus. Ziel der neuen Vereinbarung ist insbesondere die Verbesserung der vorhandenen Angebote. Geplant ist nun, drei bestehende Angebote so umzuwandeln, dass nachbarschaftliches Wohnen von Menschen mit und ohne Behinderungen dort möglich ist. Auch ein Angebot für Eltern mit Behinderung und ihre Kinder soll entwickelt werden. Für Menschen, die zu Hause wohnen, sollen darüber hinaus tagesstrukturierende Angebote entwickelt werden – auch als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen. Ein weiterer Punkt ist die gemeinsame Evaluation, um die Wirksamkeit der alten und neuen Angebote zu überprüfen.