Frühlingserwachen im Zierpflanzenbau

Hoffnungstaler Werkstätten bereiteten sich auf das Osterfest vor

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Während sich derzeit draußen der Frühling leider noch nicht so recht durchringen kann, bersten die Gewächshäuser des Zierpflanzenbaus in den Hoffnungstaler Werkstätten am Sydower Feld geradezu vor Frühlingsblumen. Millionen Primeln in den schönsten Farben, Tausendschönchen, Vergissmeinicht, Hornveilchen und Stiefmütterchen warten nur darauf, endlich ins Freie gepflanzt zu werden. Hinzu kommen Zwiebeln für Tulpen, Hyazinthen, Krokusse und Narzissen. Schon vom frühen Morgen an, sind Besucher am vergangenen Samstag auf dem Weg, um sich vom Frühlingserwachen anstecken zu lassen und viele bunte Gestecke für das nahende Osterfest anzufertigen. Kaufen kann schließlich jeder – selbst ist die Frau, der Mann, das Kind oder die gesamte Familie einschließlich Oma und Opa. Kurz nach 9 Uhr morgens sind die Tische aufgestellt, Kaffee und Getränke warten und vor dem Gewächshaus wird eben der Grill angeworfen. Die Pflanztische sind ebenfalls mit Erdhäufchen gefüllt. Es kann los gehen. Familie Rickmann aus Eberswalde und Familie Jürgens aus Friedrichswalde sind schon eifrig beim Basteln. „Mach mal überall noch ein bisschen mehr Moos, dann sieht es wuscheliger aus“, meint die Mama zu Nicole. Mit der Heißklebepistole hilft Bereichsleiterin Ines Küter daneben der sechsjährigen Carolina. Vorsichtig hält sie das ausgepustete Ei fest, dass erstmal auf einem dicken Stück Baumrinde kleben soll, bevor es an weitere Verzierungen geht. Schon bald darauf ist ein kleines Küken entstanden. Inzwischen ist die Halle bereits gut gefüllt. Besucher greifen zur Deko, die in den Regalen bereit liegt, um ein ganz individuelles Osterkörbchen, Osternest oder Gesteck zu basteln. Kreativität ist gefragt und es macht richtig Spaß. Seit etwa zehn Jahren findet das „Frühlingserwachen“ und Osterbasteln im Gewächshaus des Zierpflanzenbaus am Sydower Feld  bereits statt. Auch die Gewächshausanlagen – etwa 10.000 Quadratmeter unter Glas - können heute besichtigt werden. Der intensive Duft der farbenprächtigen Primeln, die sich wie ein riesiger Teppich unter dem Gewächshausdach ausstreckt, verleitet zu Frühlingsträumereien. „Die Besucher haben heute auch die Gelegenheit, direkt von unseren Produktionsflächen Pflanzen zu erwerben“, informiert Frau Küter. 50 Beschäftigte aller Altersgruppen mit Behinderungen arbeiten hier. „Sie topfen Jungpflanzen ein, sähen aus und helfen so auch mit beim Vermarkten der Pflanzen“. so die Bereichsleiterin. „Seit 13 Jahren können interessierte Beschäftigte auch eine zweijährige theoretische und praktische gärtnerische Ausbildung erhalten und arbeiten dann hier im geschützten Bereich“, fügt sie hinzu. Die Pflanzen werden in die umliegenden Blumengeschäfte und Pflanzencenter von Berlin bis Angermünde geliefert. „Übrigens, auch wenn die Temperaturen derzeit noch wenig frühlingshaft sind, Hornveilchen und Stiefmütterchen sind sehr frostbeständig. Auch Primeln vertragen bis etwa 2-3 Minusgrade“, so der Tipp von Ines Küter.

Renate Meliß