Unsere Arbeit

Im Wendepunkt leben junge Menschen zwischen 12 und 20 Jahren, im Mittel ca. 20 Monate lang - einige wenige AUCH mit dem Problem eines Substanzkonsums in der Vergangenheit, zusammen. Das höchste Alter bei Aufnahme ist aber auf 17 Lebensjahre beschränkt.

Fast immer gehen in schwierigen Zeiten oder während einer langen Krankheitsphase die Anbindung an Schule und die Lust auf das Lernen an sich verloren. Wird diese Distanz zu groß, bleibt man zu lange weg oder ist zu lange überfordert, fallen in der Regel wichtige Lebensweg-Türen für junge Menschen zu. Wir arbeiten zusammen mit den Jugendlichen und deren Bezugspersonen daran, dass diese ihre Fähigkeiten zum Öffnen dieser Türen wiedererlangen - oder neue lernen.

Manchmal gehen Türen auch auf, wenn man nichts macht. Wir nennen es Geduld nutzen zu lernen.

Wir setzen immer an den Stärken der Jugendlichen an, führen sie individuell über verschiedene Psycho- und Arbeitstherapien, Erlebnis- und auch alltägliche Pädagogik sowie eine interne Kleingruppenbeschulung wieder näher an ihre persönlichen Ziele heran. Unser Angebot an Sportplätzen, einem Fitnessraum, Koch- und Kreativräumen sowie die Möglichkeit im Verlauf interaktive Medien zu nutzen, unterstützt diesen an Ressourcen orientierten Ansatz. Wir entwickeln so, zusammen mit allen Beteiligten, neue und zum einzelnen Menschen passende Perspektiven. Diese können Ausbildungen, neuerlicher Schulbesuch oder auch andere, zum Jugendlichen passende Angebote sein.

Das Ziel eines Aufenthaltes am Wendepunkt ist immer die (Re-)Integration in ein selbständiges Leben und der Wiederaufbau einer tragfähigen Beziehung zu den Eltern und anderen wichtigen Bezugspersonen. Darum beziehen wir diese gerne und intensiv in unsere Arbeit mit und für Jugendliche ein.

Der Wohnraum für die Jugendlichen, gleichzeitig deren von uns auch respektierte Privatsphäre, teilt sich in drei Wohngruppen für bis zu sechs Jugendliche, ausschließlich belegt mit Einzelzimmern und Gemeinschaftsräumen wie offene Küchen, Wohnzimmer, Bäder und den Freizeiteinrichtungen.

Zudem gibt es ein kleines Wohnhaus, in welchem Verselbständigung mit dem Gefühl des „eigenständigen Wohnens“ einhergeht.

Am Ende des stationären Aufenthaltes steht die Verselbständigung in Wohngruppe 3 – hier anschließend unterstützen wir junge Menschen mit unseren Konzepten Trainingswohnen oder ambulanter Hilfe beim Auf- und Ausbau einer eigenständig wahrgenommenen Perspektive.

Kontakt und Information

Hans Klusch
Verbundleiter Kinder und Jugendhilfe Wendepunkt

Tel.: 03338-66-621
Fax: 03338-66-622

Jugendhilfeeinrichtung "Wendepunkt"

Dorfstr. 31

16321 Rüdnitz