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Lazarus Haus Bad Kösen - Wohnbereich für Menschen mit Demenzerkrankungen

Schutz und Geborgenheit.

Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal bietet Menschen im höheren Lebensalter in Bad Kösen eine breite Palette miteinander vernetzter Angebote. Unsere moderne Pflegeeinrichtung liegt in einem Ortsteil der heilklimatisch günstig gelegenen Kurstadt Bad Kösen am Fuße des Geiersberges und ist umgeben von einer Parkanlage.

Das Lazarus Haus in seiner heutigen Form wurde 1995-96 an einem neuen Standort oberhalb der Altstadt errichtet.

Um Menschen zu helfen, die an Demenz erkrankt sind, haben wir einen Wohnbereich im Erdgeschoss unserer Einrichtung für 17 Bewohner im Jahr 2007 umgebaut.

Pflege demenziell erkrankter Menschen bedeutet hier vor allem: Soziale Betreuung, Alltagsorganisation und Alltagsbegleitung, die Einbindung in eine kleine Gemeinschaft, die Anregung gemeinsamer Aktivitäten und die Sorge dafür, dass jeder Tag seine Momente der Freude hat.

Dieser Wohnbereich für Menschen mit Demenzerkrankungen ist ein Zuhause, das Schutz und Geborgenheit bietet, das positive Gefühle auslöst und Erinnerungen weckt.

Demenzkranke sind oft still und in sich gekehrt. Wir wollen ihre Ressourcen wecken und sie fordern, ohne zu überfordern.

Wohnen und Leben

Da durch die Demenzerkrankung eine Anpassung an die Umwelt kaum noch möglich ist, wird die Umwelt an das Krankheitsbild angepasst.

Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine wohltuende Atmosphäre. Die räumliche Orientierung wird durch die einheitliche Gestaltung von Bodenbelag und Wandfarben unterstützt. Wir berücksichtigen die Biographie der Bewohnerinnen und Bewohner, indem wir z.B. "Wohnzimmeratmosphäre" früherer Zeiten mit unserem bürgerlichen Wohnzimmer schaffen.

Möbel aus der Zeit um 1920, mit denen die Aufenthaltsräume ausgestattet sind, wie Anrichte, Sofa, Tisch und Stühle, eine tickende Uhr an der Wand, vermitteln ein wohnliches, alltagsnahes Umfeld mit wenig Institutionscharakter.

Je nach Wunsch und Verfügbarkeit wohnen Sie bei uns im Einzelzimmer oder im Doppelzimmer. Auch der Einzug mit Ihrem (Ehe-)Partner ist möglich.

Alle Zimmer sind mit rollstuhlgerechtem Duschbereich und WC ausgestattet. Die Zimmer sind teilmöbliert. Zum Standard gehören Telefonanschluss und Kabelanschluss für Rundfunk und Fernsehen. Die persönliche Gestaltung des Wohnraumes ist möglich und erwünscht. Probewohnen ist nach Vereinbarung möglich.

Tagesstruktur

Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist es schwer, ihren Tag eigenständig zu strukturieren, weil die zeitliche, räumliche und personelle Orientierung gestört sind. Deshalb gehört zu einer guten Betreuung eine fest vorgegebene Tagesstruktur, in welcher sich Aktivitäten und Ruhephasen abwechseln, z.B. das regelmäßige Treffen von Gruppen in unserem Wohnbereich, wobei Bedürfnisse nach sozialen Kontakten befriedigt und das Gefühl vermittelt wird, Teil einer Gruppe zu sein.

Die Aufsteh- und Zubettgehzeiten, die Essenszeiten, die Ausruh- und Aktivitätszeiten werden dem individuellen Rhythmus angepasst.

Wir versuchen sie in die Notwendigkeiten des Tagesablaufes einzubinden wie Staubwischen, den Tisch decken, bügeln, Geschirr spülen, abtrocknen, Zubereitung von Teilkomponenten der täglichen Mahlzeiten, Kuchenbacken usw. Jede und jeder wird ermuntert das beizusteuern, was ihm körperlich und emotional möglich ist.

Mit Unterstützung unserer Ergotherapeutinnen und -therapeuten und den Alltagsbegleitern werden die Bewohnerinnen und Bewohner entsprechend zu Einzel- und Gruppenaktivitäten angeregt, zum Singen, Ballspielen, Gymnastik, Werk- und Bastelarbeiten, rhythmischen Bewegungen oder Musik hören im bürgerlichen Wohnzimmer.

Unser geschützter Garten

Dem Bedürfnis der Bewohnerinnen und Bewohner nach Bewegung kann entweder durch das Umherlaufen innerhalb des barrierefreien Wohnbereiches oder aber, wenn ein Spaziergang gewünscht wird, im eigens für die Bewohnerinnen und Bewohner geschaffenen Garten mit und ohne Begleitung entsprochen werden.

Eine Terrasse mit barrierefreiem Zugang schließt sich direkt an die Wohnküche an und kann von mehreren Personen genutzt werden.

Der Garten bietet Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien und wird bei entsprechendem Wetter in Therapie und Erholung einbezogen. Unser Garten ist ein Ort des natürlichen Lichtes. Ein Rundweg, der durch den Garten führt, bringt die Bewohnerinnen und Bewohner wieder zum Ausgangspunkt zurück. In der warmen Jahreszeit bietet er viel Platz und Möglichkeiten für Aktivitäten, wie z.B. die Gestaltung des Gemüsegartens, wo das Einpflanzen, Unkrautziehen und das Ernten erlebt werden kann.

Von den Ruhezonen aus, die mit Bänken ausgestattet sind, bieten sich reizvolle Ausblicke in die Natur.

Der Garten ist durch einen Zaun und durch interessante Bepflanzungen vom übrigen Gelände abgegrenzt.

Ein kleiner Obstgarten und ein Blumenbeet sollen Erinnerungen an frühere Zeiten wecken.

Wünschen Sie weitere Informationen?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten Sie gerne und helfen auf Wunsch auch bei der Erledigung von Formalitäten. Fragen Sie uns, wenn Sie mehr wissen, eine Individuelle Beratung oder eine Besichtigung haben möchten.