Unabhängig und Mittendrin: Zielvereinbarung mit dem Landkreis Barnim

Gemeinsame Zielsetzungen für 2014/2015 vereinbart: Landrat Bodo Ihrke (l.), Sozialdezernentin Silvia Ulonska, Pastor Dr. Johannes Feldmann (r.) und Martin Wulff


Eine Zielvereinbarung zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung unterschrieben der Landkreis Barnim und die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal am 7. Februar 2014 in Eberswalde. Damit werde ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Stiftung gesetzt, bekräftigten beide Partner bei der Unterzeichnung.

Während im Jahr 2008 im Landkreis Barnim insgesamt 248 Menschen mit Behinderung ambulant statt stationär betreut wurden, waren es im Jahr 2013 bereits 398 Menschen, skizzierte Landrat Bodo Ihrke die positive Entwicklung. Daran hätten die seit 2008 für jeweils zwei Jahre geschlossenen Zielvereinbarungen zwischen dem Landkreis Barnim und der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal einen entscheidenden Anteil.

Mitten in der Gesellschaft leben zu können, bedeute für behinderte Menschen mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit und somit mehr Lebensqualität, sagte Sozialdezernentin Silvia Ulonska. Neben einer Verbesserung der eigenen Lebensumstände beweisen die zu betreuenden Menschen, dass sie oft viel mehr können als ihnen zugetraut wird und sie ein ganz selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sind.

Pastor Dr. Johannes Feldmann, Vorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, betonte, auch die vierte Zielvereinbarung beinhalte nicht nur eine Steigerung der Anzahl der ambulant betreuten Menschen, sondern auch die Verbesserung der Angebote selbst. „Auch die Ansprüche von Menschen mit Behinderung entwickeln sich weiter, und hier sind individuelle Lösungen gefragt, um ihnen gerecht zu werden.“

Allein im letzten Jahr der Zielvereinbarung wurden in Bernau und Eberswalde zwei neue Wohnprojekte mit ambulanter Betreuung für Menschen mit Behinderung geschaffen, so der Lobetaler Geschäftsführer Martin Wulff. Bestehende Angebote wurden und werden kontinuierlich verbessert, zwei neue stationäre Angebote sind sogar einmalig im Land Brandenburg. In einem Wohnprojekt können Menschen mit unterschiedlichem Hilfebedarf gemeinsam wohnen, wenn sie es wünschen.

Die weiteren gemeinsamen Ziele bestehen darin, das Hilfesystem qualitativ auszubauen. Wohnhilfen für Menschen mit Behinderungen sollen passgenau und im individuell benötigten Umfang erbracht werden. Zudem sollen die Potentiale der Menschen mit Behinderungen noch stärker einbezogen und gefördert werden. Ambulante Angebote sollen wohnortnah geschaffen und stationäre Angebote regionalisiert werden.

Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
Pressestelle
Lobetal, 7.2.2014