Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Mitbürgerinnen vor Lazarus-Wohnhaus in Berlin verlegt

Stolpersteine für Johanna und Margarete Rudolphson


Zwei Stolpersteine wurden am 8. August vor dem Wohnhaus Ludolfinger Weg 35 in Berlin-Frohnau verlegt. Sie erinnern an die ehemalige jüdische Bewohnerin Johanna Rudolphson und ihre Tochter Margarete. Beide wurden Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Johanna Rudolphson starb 1944 im Vernichtungslager Auschwitz, ihre Tochter nahm sich im Londoner Exil das Leben.

Seitens der Stiftung Lazarus-Diakonie Berlin, in deren Besitz das Mehrfamilienhaus sich befindet, nahmen an der Gedenkveranstaltung Kuratoriumsvorsitzender Jens Fischer, Kurator Pastor Dr. Johannes Feldmann und Vorstand Martin Wulff teil.

Bewegt äußerte sich Dr. Uzi Rudolphson, in Jerusalem lebender Enkel von Johanna Rudolphson: „Ich bin sehr dankbar für diese Ehrung und zugleich überrascht und erfreut über das öffentliche Interesse, das sie findet“, erklärte er vor den 60 versammelten Persönlichkeiten, darunter Vertreter des Bezirksamtes, der Kirchengemeinde und der AG Stolpersteine Reinickendorf.

Mit der „Aktion Stolpersteine“ des Berliner Künstlers Gunter Demnig wird seit 1992 an Menschen erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine mit einer beschrifteten Messingplatte werden vor dem Wohnhaus der NS-Opfer in das Pflaster des Gehweges eingelassen.

Bildtext:

Vor den mit Grün geschmückten Stolpersteinen im Ludolfinger Weg 35: Der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Lazarus-Diakonie Berlin, Jens Fischer (r.), Kurator Pastor Dr. Johannes Feldmann (6.v.r.), Vorstand Martin Wulff (2.v.r.) mit Dr. Uzi Rudolphson (4.v.r.) und dessen Familie, den Lazarus-Diakonissen Sr. Jutta (sitzend), Sr. Hedwig und Sr. Christa sowie Anette Adam, Leiterin des stationären Lazarus Hospizes (2.v.l.).

 

 

Berlin, 8.8.2014

Stiftung Lazarus-Diakonie Berlin
Bernauer Str. 115-118
13355 Berlin

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Ines Möhwald
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