Lobetaler Kirchengemeinde feierte Orgeleinweihung

Mit Spannung erwarteter Moment: die neue Orgel begleitet erstmals den Gesang der Gemeinde.

Freude über das neue Instrument (v.l.): der Lobetaler Geschäftsführer Martin Wulff, Pastor Ulrich Pohl, Christine Rieffel-Braune (Bethel), Kantorin Ulrike Pienkny, Bürgermeister André Stahl und Kantor Daniel Pienkny


In einem festlichen Gottesdienst wurde am 1. Advent in der voll besetzten Lobetaler Kirche die neue Orgel in den Dienst gestellt. „Heute ist für uns ein ganz besonderer Tag“, freute sich Pastor Dr. Johannes Feldmann, Vorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. „Wir feiern den Beginn der Adventszeit und zugleich erklingt erstmals unsere neue schöne Orgel zur Ehre Gottes!“ Eine Gemeinde brauche Orte, an denen inne gehalten, gebetet und gesungen werde, fuhr er fort: „Ein solcher Ort ist unsere Lobetaler Kirche.“ Besondere Gäste im Festgottesdienst waren der Vorstandsvorsitzende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Pastor Ulrich Pohl, und Vorstandsmitglied Christine Rieffel-Braune sowie der Bernauer Bürgermeister André Stahl.

Kinder aus der Lobetaler Gemeinde lösten nach der Psalmlesung die große rote Schleife, die den Orgelprospekt umspannte. Das Kantorenehepaar Ulrike und Daniel Pienkny reichte ihnen einen großen Noten-Schlüssel, damit wurden die Türen des Spieltisches geöffnet und gaben den Blick auf das Manual und die Registratur frei. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit! - mit dem beliebten Adventschoral begann die Orgel ihren musikalischen Dienst. Die Gemeinde fiel mit kräftigem Gesang ein, beeindruckt von der Klangfülle des neuen Instrumentes, das über 1314 Pfeifen und 23 Register verfügt. Gebaut wurde es in mehrmonatiger Arbeit von der namhaften Potsdamer Orgelbaufirma Schuke. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserer neuen ‚Kollegin‘ “, so Ulrike und Daniel Pienkny. Orgeln seien komplizierte Bauwerke, mit denen man sich zunächst einmal vertraut machen müsse.

Die neue Orgel passt sich hervorragend in das schlichte Kirchenschiff ein, „sie ist einfach, aber auch ein wenig modern“, so der Orgelsachverständige der Berlin-brandenburgischen Landeskirche, Oliver Horlitz, der den Bau in allen Phasen begleitet hat. Ins Auge fallen die bemalten Prospektteile neben dem Spieltisch. Sie wurden von behinderten Künstlerinnen und Künstlern gestaltet.

Die Baukosten beliefen sich auf insgesamt etwa 360 000 Euro. Eine großzügige Spende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel hat dabei zur Finanzierung wesentlich beigetragen.

Die Lobetaler Kirchengemeinde hatte sich im Sonntagsgottesdienst am 30. August von der Vorgängerorgel verabschiedet. Das Werk war im Jahre 1954 als Übungsorgel für die Ausbildung von Gemeindehelferinnen für einen wesentlich kleineren Raum gebaut worden. Vor 50 Jahren war das Instrument aus Berlin in die Lobetaler Kirche umgesetzt worden. In den vergangenen Jahren hatten sich materialbedingte Verschleißerscheinungen gehäuft. Künftig wird die alte Orgel in einer Gemeinde der russischen Stadt Marx Dienst tun.

Bis zum 4. Dezember findet eine Konzertreihe statt, in der die neue Lobetaler Orgel näher vorgestellt wird. Die Konzerte beginnen jeweils um 17.00 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen!

 

Für Rückfragen steht Ihnen gern zur Verfügung:

Kantor Daniel Pienkny

Tel. 03338-66 771

d.pienkny@lobetal.de

 

Fotos: Lutz Weigelt, Bernau / Stephan Bertheau, Lobetal