440 Gäste informierten sich im Bildungszentrum

Prominenter Gast: Schüler und Mitarbeiter der Lobetaler Bildungseinrichtung mit dem Bernauer Bürgermeister André Stahl (2.v.r.)

Auch der Umgang mit dem Rollstuhl will gelernt sein


Wie funktioniert eigentlich eine Schreibmaschine für Blinde? Welche Karten- und Brettspiele gibt es für Menschen mit körperlichem oder geistigem Handikap? Zum Tag der offenen Tür lud das Diakonische Bildungszentrum Lobetal am 14. Februar dazu ein, in die vielfältigen Aufgaben eines sozialen Berufes hinein zu schnuppern und sich bei der Wahl des künftigen Berufsfeldes auf sehr anschauliche Weise inspirieren zu lassen. Von dieser Möglichkeit machten mehr als 440 Besucherinnen und Besucher Gebrauch.

Sehr nachgefragt waren Einblicke in die Ausbildung und späteren Arbeitsmöglichkeiten eines Heilerziehungspflegers. Die angehenden Heilerziehungspfleger der Oberstufe gaben dabei mit verschiedenen Angeboten für taktile Wahrnehmung Einblicke in die Herausforderungen des Alltags eines Menschen mit Beeinträchtigungen. Dem anhaltenden Fachkräftemangel im Bereich der Heilerziehungspflege versuchten die Schüler mit kreativen Ideen für die Begleitung eines Menschen mit Handikap entgegenzuwirken und den Besuchern die Komplexität ihres künftigen Berufes zu verdeutlichen.

Zur Ausbildung im sozialen Bereich gehört auch das sich Ausprobieren und Verwirklichen im künstlerischen Bereich. So konnte der Besucher im lichtdurchfluteten Atelier auf spielerische Art mit Farben und Materialien experimentieren und etwa Zufallsbilder mit Hilfe von Murmeln, Strohhalmen oder Seifenblasen entstehen lassen. „Es geht hier nicht um Leistungsdruck, sondern um das Fördern von Kreativität, Fantasie, Vorstellungsvermögen und Neugier“, betonte Kunstpädagogin Silke Miche. Zum Berufsalltag künftiger Heilerziehungspfleger oder Erzieher gehört auch die Begegnung mit Musik. Kunstpädagogin Janne Braungardt lud deshalb zu „bewegten Klängen“ in den Musikraum ein. „Klang und Bewegung gehen nicht erst seit Carl Orff in Hand, Fuß und Ohr“, erklärte sie. „Musik heißt mitmachen und die Fantasie spielen lassen.“ Wen wunderte es, dass bei diesem Angebot dann auch (imaginäre) Tassen durch die Luft flogen und lustige Elefanten, Hasen und Feuerdrachen anfingen zu tanzen.

Musik und Mode im Wandel der Zeiten präsentierten mitreißend Auszubildende der Altenpflegeschule. Besucher, die wissen wollten, wie es ihnen im Alter geht, konnten dies schon mal im Alterssimulationsanzug erspüren. Darüber hinaus konnten die Altenpflegeschüler sehr überzeugend darstellen, warum ein Beruf in der Altenpflege gerade für junge Leute sehr perspektivreich ist.

Die vielen verschiedenen Angebote, Projekte und auch die gelebten Bräuche seien das, was ihre Bildungseinrichtung ausmacht, finden Schüler, wie etwa die werdende Erzieherin Antonia Scholz, die an diesem Tag als Moderatorin durchs Programm führte. „Die immer wiederkehrenden Traditionen, wie zum Beispiel unser Adventsliedersingen, sind dabei auch eine Abwechslung im Schulalltag“, bekräftigte Co-Moderator Sascha Lang, der ebenfalls zu den angehenden Erziehern gehört. Beide haben in Lobetal bereits die Sozialassistentenausbildung absolviert. „In diesen zwei Jahren habe ich erfahren, dass man hier mit seinen Problemen nicht allein gelassen wird, sondern immer ein offenes Ohr findet bei Mitschülern und Lehrern“, unterstrich Antonia Scholz eine weitere Besonderheit ihrer Ausbildungsstätte. Das bestätigten auch die Ehemaligen, die sich beim Absolventenstammtisch trafen und sich nun über die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten an der Agentur Fort- und Weiterbildung informierten.

Jeder Einzelne steht als besondere Persönlichkeit im Zentrum und macht schließlich auch den sozialen Aspekt aus, welchen das Diakonische Bildungszentrum Lobetal bereits im Namen trägt und den ins Berufsleben hineinzutragen sich Lehrende und Lernende an dieser Schule besonders verpflichtet fühlen.

Wer sich für eine Ausbildung am Diakonischen Bildungszentrum Lobetal interessiert, ist herzlich willkommen. Der Bewerbungszeitraum läuft bereits. Für Nachfragen stehen die Leiterinnen Frau Bode (Schulleiterin der Beruflichen Schule – 03338 66251) und Frau Schröder (Leiterin der Altenpflegeschule – 03338 66651) sehr gern zur Verfügung.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir freuen uns auf Sie.

 

Fotos: Lutz Weigelt, Barnim plus Bernau

Kontakt und Information

Ines Möhwald
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