Beeindruckendes Miteinander beim 110. Lobetaler Jahresfest

Rund 5000 Gäste feierten Jubiläum der Hoffnungstaler Stiftung mit

Pastor Dr. Johannes Feldmann, Vorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung, begrüßt die Besucherinnen und Besucher zum Festgottesdienst in der Waldkirche.

Diakoniedirektorin Barbara Eschen erinnerte in ihrer Predigt an den Appell des Apostels Paulus an die frühchristlichen Gemeinden, sich aufeinander einzulassen und ein gutes Miteinander zu praktizieren

"Sie leisten mit Ihren Einrichtungen und Diensten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Landschaft des Landes" unterstrich Sozialministerin Diana Golze im Grußwort der Landesregierung.

Musik zum Mitsingen und Mitmachen - die Folkloregruppe "Rumpelstolz" auf der Bühne am Dorfplatz.

Im Namen der Lenné-Akademie überreicht Hans-Jürgen Pluta (2.v.r.) eine neugezüchtete Lenné-Rose an die Hoffnungstaler Werkstätten. Deren Baumschule wird die Rose e

Dicht umlagert war der Stand von Lobetaler Bio. Besonders gut schmeckte den Gästen das Joghurt-Eis.

Interessiertes Publikum im Bibelzelt: Martin Wulff (M.) im Gespräch mit Landtagspräsidentin Britta Stark und Landrat Bodo Ihrke

Riefen zu Toleranz und einem offenen Umgang mit Flüchtlingen auf - Schülerinnen und Schüler des Diakonischen Bildungszentrums am Ende ihres selbst inszenierten Schlussspiels, für das sie begeisterten Applaus erhielten.


110 Jahre Hoffnungstaler Stiftung Lobetal: Mit dem traditionellen Jahresfest wurde dieses Jubiläum am 21. Juni 2015 gebührend gefeiert. Unter dem Motto „Miteinander" hatten die Mitarbeitenden und Bewohner/innen ein ebenso kurzweiliges wie informatives und familienfreundliches Programm vorbereitet. Die parkähnliche Atmosphäre der Ortschaft tat ein Übriges, um rund 5000 Gäste aus Nah und Fern anzuziehen und zu begeistern.

Den Auftakt bildete der morgendliche Festgottesdienst unter freiem Himmel in der Waldkirche, der vom Bläserchor aus Lobetal und dem Kirchenkreis Barnim musikalisch gestaltet wurde. Christenlehrekinder stimmten mit einem Anspiel auf die Festpredigt ein. Kirchenrätin Barbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, nahm Bezug auf den Appell des Apostels Paulus an die frühchristlichen Gemeinden, Offenheit zu wagen und ein gutes Miteinander zu gestalten: "Einander annehmen ist nicht leicht, aber wichtig. Wichtig in unserer Gesellschaft, die immer bunter wird, wenn Fremde zu uns kommen. Flüchtlinge, die oftmals Schlimmes hinter sich haben, suchen hier ihre Zukunft. Sie möchten einen Platz haben zum Leben, sie möchten dazugehören und das geht. Zum Glück heißen viele Menschen sie willkommen." Diese Worte hatten für die Lobetaler eine besondere Bedeutung, denn seit einigen Wochen haben in ihrer Mitte 26 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und dem Tschad ein neues Zuhause gefunden. Für die Flüchtlingsarbeit wurde dann auch die Kollekte des Tages gesammelt.

Grüße der Landesregierung überbrachte Diana Golze, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie: "Längst gehört die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal mit ihren breiten und vielfältigen Angeboten zu den größten sozialen Einrichtungen Brandenburgs", unterstrich sie. "Wir sind Ihnen dankbar dafür, dass Sie sich so unmittelbar und mit so großem Nachdruck in die sozialen Geschicke unseres Landes einmischen und seine sozialen Strukturen engagiert mit stärken und befördern."

Nach dem eindrücklichen Open-air-Gottesdienst war dann Zeit für Begegnungen vielfältiger Art im ganzen Ort. Die Arbeitsbe¬reiche der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal stellten sich an rund 50 Ständen mit Aktions- und Verkaufsangeboten vor. Auf dem Dorfplatz bot ein Bühnen¬pro¬gramm vielseitige Informationen und viel Musik zum Zuhören und Mitmachen, u.a. von der Folkloregruppe „Rumpelstolz“.

Geführte Rundgänge machten mit der Geschichte und Gegenwart des Ortes vertraut. Für Kinder standen Reiten, Klettern, kreatives Gestalten und eine breite Palette von Spielangeboten auf dem Programm. Im Seniorenwohnpark Am Kirschberg konnte man im Strandkorb sitzen Kaffee schlürfen oder in der Gartenanlage des Kleintierzoos entspannen.

Natürlich war auch anderenorts für das leibliche Wohl gut gesorgt, neben Speisen und Getränken mundeten verschiedene Joghurtsorten sowie Joghurt-Eis, die am Stand der Lobetaler Bio-Molkerei bzw. im neuen Bio-Laden am Dorfplatz erhältlich waren. Die Hoffnungstaler Werkstätten waren darüber hinaus mit den begehrten Angeboten ihrer grünen Bereiche - Baumschule, Zierpflanzenbau und Gärtnerei – vor Ort. Hier wurde durch Hans-Jürgen Pluta von der Lenné-Akademie die Lenné-Rose an die Hoffnungstaler Werkstätten übergeben. Die Barnimer Baumschulen erhielten damit die Exklusivlizenz Produktions- und Vertriebspartner. Großes Interesse fanden auch die Vorführungen der Rettungshundestaffel der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Barnim. Überraschende Entdeckungen waren überall möglich: so hatten Mitglieder des Vereins Alte Schmiede Lobetal ein Gleisstück der historischen Lorenbahn liebevoll rekonstruiert; sie spielte in den Lobetaler Anfangsjahren bei der Beförderung der Erntegüter eine wichtige Rolle.

Voll besetzt war das „Bibelzelt“ im Begegnungszentrum Alt-Lobetal. Hier kamen die Präsidentin des Brandenburger Landtages, Britta Stark, der Barnimer Landrat Bodo Ihrke und der Lobetaler Geschäftsführer Martin Wulff zur ganz persönlichen Sicht auf das Thema des Tages ins Gespräch. 

Den abschließenden Höhepunkt dieses ereignisreichen Tages bildete ein selbst inszeniertes Spiel in der Waldkirche, das das Motto des Festes „Miteinander“ nochmals aufgriff und dazu ermutigte, Offenheit zu leben. Es wurde von Schülerinnen und Schülern des Diakonischen Bildungszentrums Lobetal gestaltet. Pastor Dr. Johannes Feldmann sprach abschließend das Sendungswort und lud herzlich zum nächsten Jahresfest ein, das am 19. Juni 2016 stattfinden wird.