Pflege und Eingliederungshilfe im ländlichen Raum gemeinsam gestalten

Während des Fachtages


Fachtag in Lobetal widmete sich dem Thema der Inklusion und Teilhabe von Menschen mit unterschiedlichen Hilfebedarfen

Der ländliche Raum stellt die Bemühungen zur Inklusion der hier lebenden Menschen mit Behinderung oder mit altersbedingten Unterstützungsbedarfen vor besondere Herausforderungen. Dieser Leitgedanke bestimmte einen Fachtag, zu dem die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal am 2. Juni gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung eingeladen hatte. An dem Treffen in Lobetal nahmen 140 Fachleute der Eingliederungshilfe und Altenhilfe aus Berlin und Brandenburg teil.

Der Abteilungsleiter im Potsdamer Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, Michael Ranft, betonte, dass das Land Brandenburg bestrebt sei, Selbsthilfestrukturen stärker zu fördern und die ressortübergreifende Zusammenarbeit in der Sozialraumplanung voranzutreiben.

Hilfe müsse sich an den individuellen Bedarfen des einzelnen Menschen orientieren, betonten mehrere Referenten. Damit verbunden sei eine „Entspezialisierung“ in ländlichen Regionen, so dass Unterstützungsleistungen nicht mehr getrennt erbracht, sondern kombiniert werden können.

Der Behindertenbeauftragte des Landes Brandenburg, Jürgen Dusel, nahm die Kommunen in die Pflicht und betonte die Notwendigkeit lokaler Konzepte, um das Lebensumfeld barrierefrei zu entwickeln.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass eine neue Kultur gegenseitigen Beistands benötigt wird. Dies sei eine Aufgabe, die erfolgreich im Zusammenwirken von Politik, Sozialleistungsträgern, professionellen Hilfeanbietern, Kommunen, Familien und nachbarschaftlicher Hilfe gelöst werden kann.

Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
Pressestelle
Lobetal, 2.6.2014