100-jähriges Bestehen der Wohnstätten Dreibrück gefeiert

100 Jahre Dreibrück - Festgottesdienst


Ein Festgottesdienst bildete am Freitag, 30. Mai, den Höhepunkt der Feierlichkeiten, mit denen die Wohnstätten Dreibrück im Landkreis Ostprignitz-Ruppin auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken. „Glaube, Hoffnung, Liebe sind die Spuren Gottes an diesem Ort“, sagte Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, in seiner Predigt. Superintendent Thomas Tutzschke, Kirchenkreis Nauen-Rathenow, würdigte die Wohnstätten Dreibrück als verlässlichen Partner in der gemeinsamen Verantwortung für Menschen, die Unterstützung benötigen. Tutzschke richtete seinen Dank zugleich an den Vorstand und Vorsitzenden der Geschäftsführung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Pastor. Dr. Johannes Feldmann. 

Am 1. Mai 1914 bezogen – aus der damaligen Arbeiterkolonie Lobetal bei Bernau kommend – der Diakon Franz Schumann und sieben Kolonisten den alten Gasthof „Zu den drei Brücken“. Damit entstand die erste Außeneinrichtung Lobetals. Aus den Anfängen entwickelte sich in einer wechselvollen Geschichte eine moderne Wohnstätte für Menschen mit Behinderung. 

Heute beherbergen die Wohnstätten 83 Menschen mit geistigen Behinderungen. Ihnen stehen moderne Wohn- und Arbeitsangebote in einem gepflegten parkähnlichen Umfeld zur Verfügung. Die Einrichtung begleitet darüber hinaus im Umland Menschen im Rahmen ambulanter Betreuungsverhältnisse. Sämtliche Häuser wurden in den letzten Jahren rekonstruiert oder neu gebaut. Hier wohnen Frauen und Männer in kleinen Wohngruppen zusammen, individuell gestaltete Einzelzimmer sind Standard. Ein barrierefreies Werkstattgebäude mit hellen Räumen und vielfältigen Arbeitsangeboten wurde 2010 eingeweiht. In der Dreibrücker Milchwirtschaft werden jährlich rund eine Million Kilogramm Milch erzeugt – Rohstoff für die Eigenmarke „Lobetaler Bio“, die den ersten Bio-Joghurt Brandenburgs auf den Markt gebracht hat. 

„Großes Augenmerk legen wir auf die Entwicklung der Freizeitangebote“, hebt Einrichtungsleiter Arne Breder hervor. Er verweist auf kreative Tagesangebote ebenso wie auf den Dreibrücker Fahrradclub und die Theatergruppe, die nicht nur bei eigenen Festen, sondern auch in der Umgebung auftritt. „Wir wollen Menschen begleiten, zur Entfaltung  ihrer Eigenverantwortung beitragen und soziale Kompetenzen stärken“, umreißt der 36-jährige den Auftrag. Und er fügt hinzu: „Wir setzen auf eine enge und breite Vernetzung und feste Verankerung in der Region – das ist in unserem ländlichen Umfeld eine wichtige Voraussetzung, um zukunftsfähig zu bleiben.“ 

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Aufführung des Theaterstückes „Heimat im Koffer“: Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erweckten in mehreren Szenen die Geschichte der Einrichtung zum Leben. Seit Januar hatten die Mitwirkenden emsig  Requisiten gebaut, Kostüme genäht und die Musik zusammen gestellt. Dieses große Engagement wurde von den Zuschauern mit besonders starkem Beifall honoriert.

Historische Entwicklungen und aktuelles Geschehen spiegelt eine Ausstellung wider, die am Nachmittag eröffnet wurde. 

 

Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
Pressestelle
Lobetal/Dreibrück 30.5.2014

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Ines Möhwald
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