Adventskonferenz der Bethel-Einrichtungen Berlin-Brandenburg

Auch künftig in ethischen Fragen engagiert - Pastor Ulrich Pohl bei seiner Ansprache


Für Flüchtlinge und gegen Sterbehilfe

Zu verstärktem Engagement für Flüchtlinge und Asylsuchende hat Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl aufgerufen. „Nur ein kleiner Teil der Flüchtlingsströme kommt nach Deutschland, aber diese Not kommt direkt bis vor unsere Füße und wir müssen ihr entschiedener begegnen“, sagte Pastor Pohl. Vor rund 100 leitenden Mitarbeitern der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Berlin und Brandenburg erinnerte er bei der Adventskonferenz im Lazarus Haus Berlin an das Bibelwort aus 3. Mose „Der Fremde soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer; und du sollst ihn lieben wie dich selbst.“ (3.Mose 19,34) Das sei deutlich, biblisch, christlich und diakonisch, betonte Pohl und fügte hinzu: „Und gerade auch das ist Inklusion.“

Bethels Vorstandsvorsitzender unterstrich in seiner Rede auch die große gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamtes in Kirche und Diakonie. Er dankte ausdrücklich allen, die sich so engagieren. In den Einrichtungen Bethels leisten viele behinderte und nichtbehinderte Menschen ehrenamtliche Arbeit. „Sie setzen sich für andere ein zum Beispiel in der Öffentlichkeitsarbeit, im Krankenhaus, im Besuchsdienst, beim Kindergottesdienst oder der Kirchenmusik“, sagte Ulrich Pohl. Die von der Agentur Ehrenamt der Hoffnungstaler Siftung Lobetal  mitinitiierte Vorleseaktion "Lesezauber" sei ein ebenso beeindruckendes Beispiel wie das ehrenamtliche Engagement im Rahmen der Haltestelle Diakonie zur Begleitung von Menschen mit Demenz und ihrer Familien im häuslichen Umfeld.

Ein besonderer Höhepunkt dieses Jahres sei der bundesweite „Aktionstag Altenpflege“ im Mai gewesen. Mitarbeitende von Bethel-Einrichtungen der Region hatten vor dem Lazarus Haus in der Bernauer Straße in Berlin eine zwei Meter hohe Wand aus insgesamt 70 Rettungspaketen aufgeschichtet. "Sie verliehen damit, ebenso wie ihre Bethel-Kolleginnen und Kollegen in Bielefeld und Hannover,der Unzufriedenheit mit der Situation in der Pflege Ausdruck."  Am gleichen Tage, erinnerte Pastor Pohl, habe sich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei einem Praxistag im Lazarus Haus Berlin sehr beeindruckt davon gezeigt, was in der Pflege täglich geleistet werde. Dies verdiene mehr Wertschätzung, so das Resümee der Politikerin.

Bethel werde sich auch künftig weiter mit ethischen Grundsatzfragen auseinandersetzen, erklärte Pastor Pohl weiter. Auf Fachtagen, in Diskussionen und mit Positionspapieren gehe es um menschenwürdiges Sterben und gegen jede Art von Sterbehilfe, um weitere medizinische oder pflegerische Fragen sowie um die ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der diakonischen Arbeit. „Wir nehmen in der Gesellschaft ein großes Interesse an diesen Fragestellungen wahr und werden weiter christlich motiviert im Sinne der Menschen Stellung beziehen“, betonte Pastor Pohl.


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