Bernauer Epilepsieklinik Tabor hat neue Station eröffnet

Chefarzt Professor Dr. Hans-Beatus Straub (stehend links) gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten

Hedwig Freitag (zweite von rechts) mit Besucherinnen auf der Station 4


Bernauer Epilepsieklinik Tabor hat neue Station eröffnet

Die Eröffnung der neuen vierten Station in der Epilepsieklinik Tabor Bernau im Mai des Jahres gab  Anlass zu einer Fachveranstaltung Ende November.  Mit dieser Station erweitert die Klinik der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal ihr Angebot auf dem Gebiet der psychosomatischen Epileptologie.  „Wir wenden uns mit unserem neuen Angebot gezielt an junge Erwachsene mit Anfällen und psychischen Begleitstörungen“, erläuterte  Prof. Dr. Hans-Beatus Straub, Chefarzt der Epilepsieklinik Tabor, bei der Begrüßung.

Der Bürgermeister der Stadt Bernau bei Berlin, André Stahl, betonte in seinem Grußwort: „Gerade mit wichtigen spezialisierten Angeboten, die überregionale Bedeutung haben, leistet die Epilepsieklinik Tabor einen großen Beitrag zur weiteren Profilierung der Stadt Bernau als Gesundheitsstandort.“

In  vier Fachvorträgen ging es hauptsächlich um das Thema Epilepsie und psychische Begleiterkrankungen. Dr. Kirsten Labudda vom Epilepsiezentrum im Krankenhaus Mara Bethel/Bielefeld ging in ihrem Vortrag auf die besonderen biologischen Zusammenhänge zwischen Epilepsie und psychischen Erkrankungen ein. Über erste Erfahrungen aus  der 2015 eröffneten Ambulanz für dissoziative/psychogene Anfälle in der Abteilung für Psychosomatik an der Berliner Charité berichtete Dr. Philine Senf.

Ergebnisse einer mehrjährigen Langzeitstudie zur stationären Behandlung von Patienten mit dissoziativen/psychogenen Anfällen in der Epilepsieklinik Tabor stellte Hans Miersch, Stationsarzt und Psychotherapeut/ Tabor, vor.  Er machte deutlich, dass die Integration in eine Epilepsiefachklinik wesentlich für den Erfolg dieser therapeutischen Arbeit ist und hob dabei die besondere Rolle der Pflege hervor: „Die Pflegekräfte müssen rund um die Uhr begleiten und unterstützen, was Therapeuten und Ärzte mit den Patienten erarbeiten.“ so Hans Miersch.

Dr. Hedwig Freitag, Psychotherapeutin, und Stefan Hettmann, Stationsarzt, stimmten  die Besucher des Seminars auf die Besichtigung der neuen Station ein. Sie berichteten über erste Erfahrungen mit den jungen Patientinnen und Patienten sowie über die besonderen Herausforderungen, welche die Arbeit mit jungen Erwachsenen mit sich bringt.

Die Veranstaltung endete mit einer Besichtigung der neuen Station. Im Dachgeschoss fanden die Besucher hell eingerichtete Räume und eine freundliche Atmosphäre vor,  Dachschrägen und Balken unterstützen den Eindruck von Geborgenheit. Prof. Straub verabschiedete die Gäste mit einem Bibelzitat: „Wenn einer eine Meile mit Dir gehen will, so gehe mit ihm zwei – dieses Bibelwort ist für uns ein diakonisches Grundmotiv  und der Ansatz bei der Arbeit mit den Patientinnen und Patienten in unserem Haus.“ 

Die Epilepsieklinik Tabor ist eine Einrichtung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal im Verbund der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und gehört zum Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg. Die Klinik beherbergt eine große Epilepsieambulanz und bietet 56 Behandlungsplätze auf vier Stationen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter epi-tabor.de