15 Jahre stationäres Lazarus Hospiz

Gruppenfoto mit Geschäftsführung und Ehrengästen. Alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden bekamen eine Rose überreicht.


Das stationäre Lazarus Hospiz in Berlin-Mitte besteht am 1. April 15 Jahre. Seit 1999 bietet das Hospiz schwerkranken und sterbenden Menschen einen Ort, an dem selbstbestimmtes und würdevolles Leben bis zuletzt möglich ist.

 

Anlässlich des 15jährigen Bestehens fand am 1. April im Lazarus Haus Berlin eine Festveranstaltung statt, die mit einer Andacht von Pastor Dr. Johannes Feldmann, Vorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung, eröffnet wurde. Geschäftsführer Martin Wulff würdigte vor allem den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeitenden, ohne die der Hospizdienst nicht denkbar ist. Dies gilt nicht nur für den Hospiz-Förderverein, sondern besonders auch für den ambulanten Hospizdienst, neben dem stationären Hospiz der andere Teil der Hospizarbeit. Insgesamt sind 90 Ehrenamtliche im Lazarus-Hospizdienst tätig.


Pastor Bernward Wolf, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, überbrachte die Grüße des Bethel-Vorstands zum Jubiläum. Dr. Christine Fuhrmann, im Land Berlin zuständig für die Hospizarbeit, sowie Stephan von Dassel, Sozialstadtrat des Bezirks Berlin-Mitte, unterstrichen die Bedeutung des Lazarus-Hospizes für das Gemeinwesen Berlins. Anette Adam, Pflegedienstleiterin des stationären Hospizes, bezeichnete Hospizarbeit als „eine besondere Form der Achtsamkeit“. Mit Blumen dankte sie den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden – ebenso der jüdischen Kantorin Jalda Rebling, die mit Gesängen aus dem alttestamentlichen Hohelied der Liebe die Feier musikalisch gestaltete.

 

Im stationären Hospiz sind speziell geschulte Pflegefachkräfte, eine Sozialarbeiterin und ein Seelsorger gemeinsam mit Ärzten, die auf die ambulante palliative Versorgung spezialisiert sind, sowie ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr für die Patienten da. Im Mittelpunkt stehen dabei die individuellen Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen. Die Begleitung und Unterstützung der Angehörigen ist ein wesentlicher Teil der Hospizarbeit. Im Lazarus Hospiz leben 16 Patienten in hellen, wohnlichen Einzelzimmern, in denen auch Platz für persönliche Gegenstände ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen, entlasten und begleiten die Patienten und ihre Angehörigen, auch in der Stunde des Todes und danach.

 

Gemeinsam mit dem Hospiz-Förderverein wird an jedem zweiten Montag im Monat zu einem öffentlichen Forumabend ins Lazarus Haus eingeladen, bei dem Themen rund um Sterben, Tod und Trauer im Mittelpunkt stehen. Ziel des Fördervereins ist es nicht nur, das Hospiz finanziell zu unterstützen (10 Prozent der Kosten für einen Hospizplatz muss der Träger über Spenden finanzieren), sondern auch das Anliegen der Hospizarbeit in der Öffentlichkeit zu vertreten.

Kontakt und Information

Anette Adam
Leitung stationäres Lazarus Hospiz

Tel.: 030-46705-550

Bernauer Str. 115-118
13355 Berlin

Lydia Röder
Leitung / Koordination ambulanter Hospizdienst

Tel.: 030-46705-276
Fax: 030-46705-277

Bernauer Str. 115-118
13355 Berlin