„Hier fühlt man sich ganz persönlich willkommen“ - Bildungszentrum lud ein

Mitmachen erwünscht - Schüler und Schülerinnen der Sozialpädagogik, Mittelstufe, beziehen Besucher ins Improvisationstheater ein Foto: Lutz Weigelt, Bernau


Wie spannend und abwechslungsreich das Tätigkeitsfeld eines sozialen Berufes ist, davon konnten sich am 13. Februar 2016 die ca. 300 Besucher überzeugen, die ins Diakonische Bildungszentrum nach Lobetal gekommen waren. Mit spannenden Mitmachangeboten und ansprechenden Präsentationen gaben Schüler und Lehrer den Gästen einen umfassenden Einblick in den Schul- und Berufsalltag eines Sozialassistenten, Erziehers, Heilerziehungspflegers oder Heilpädagogen sowie eines Altenpflegers und Altenpflegehelfers. Ob Hörspielproben aus dem Lernfeld Medienpädagogik oder das Ausprobieren einem in der griechischen Antike entwickelten Malverfahren, der Enkaustik, im Atelier – das Hereinschauen und Mitmachen lohnte sich an diesem Tag in Lobetal ganz besonders. Etliche junge Menschen, die in den vergangenen Jahren selbst noch Gäste waren, sind heute Schüler und trugen tatkräftig mit zahlreichen Gestaltungsideen dazu bei, dass niemand, der sich auf den Weg zum Diakonischen Bildungszentrum gemacht hatte, enttäuscht wurde.

Eine dieser Schülerinnen ist Vicky-Sophie Lauke. Die angehende Heilerziehungspflegerin hat bereits die Ausbildung zur Sozialassistentin in Lobetal absolviert. Sie weiß genau, was sie an ihrer Schule schätzt. „Zunächst einmal ist hier niemand nur eine Nummer“, erklärte sie. „Mir gefällt, dass hier versucht wird, auf die individuellen Probleme eines jeden Schülers einzugehen. Das ist vor allem für die Schüler in der Teilzeitausbildung eine große Unterstützung, weil sie ja schon mit einem Bein im Berufsleben stehen.“

Ihre Mitschülerin Charlene Albrecht unterstrich noch einmal die gute und vor allem praxisnahe Ausbildung: „Hier sitzt man nicht nur herum und muss zuhören, sondern kann sich oft auch selbst ausprobieren, weil der Unterricht nicht nur am Tisch im Klassenraum stattfindet.“ Profitieren würden die Schüler zudem von Lehrkräften, die selbst umfassende Praxiserfahrungen haben, betonte auch die werdende Erzieherin Kathrin Seelig. Für die professionelle Begleitung und Ausbildung engagieren sich die Lernenden am Diakonischen Bildungszentrum in Lobetal nicht selten bei Höhepunkten im Schulalltag, wie etwa dem Tag der offenen Tür, ganz besonders. So unterhielt die angehende Erzieherin Katja Vorpahl die Besucher mit einem Auftritt der von ihr geleiteten Kindertanzgruppe „The Tornado-Kids“, während die künftige Heilerziehungspflegerin Madleen Preuß die Gäste mit beeindruckenden Jonglierkünsten in ihren Bann zog. Andere Schüler wiederum unterstützten Fachlehrer beim Improvisationstheater oder boten Kinderschminken an.

Ausgelassene Stimmung waberte durch alle Räume. „Unsere Feste und andere Veranstaltungen, die wir gemeinsam vorbereiten, geben einem das Gefühl, hier ganz persönlich willkommen und am richtigen Platz zu sein“, beschrieb Sarah Devrient, die im aktuellen Schuljahr eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin begonnen hat. „Das hat schon mit dem schönen Programm der Schuljahreseröffnungsandacht begonnen. Man merkt: Hier gibt es einen besonderen Zusammenhalt.“

Und so saßen auch an den Beratungstischen Lehrende und Lernende zusammen und beantworteten gemeinsam Fragen zu Inhalten von Lernfeldern und Unterrichtsfächern, zu den besonderen Angeboten ihrer Schule und der Organisation der praktischen Ausbildungsphasen. Zur Vorstellung der verschiedenen Praxiseinrichtungen für die praktischen Ausbildungsphasen waren die Vertreter einiger Praxisstellen selbst an entsprechenden Informationsständen vor Ort.

Präsentiert wurden darüber hinaus auch die Ergebnisse erfolgreicher Auslandsarbeit: Schüler und Lehrer berichteten über die Zusammenarbeit mit den Partnerschulen in den Niederlanden, Dänemark und Polen. Die werdenden Sozialassistentinnen Philippa Klauck und Christin Lindner stellten mit ihren Erfahrungsberichten am Europa-Stand das besondere Angebot der persönlichen Erweiterung beruflicher wie sozialer Kompetenzen in einer dänischen Kindertagesstätte vor und zeigten so, wie Schule in Sachen Herzensbildung und fachlicher Ausbildung erfolgreich sein kann.

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Ines Möhwald
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