Bei Kickern, Fitness und Graffiti

Kooperationsvertrag zwischen Jugendkulturzentrum und Bernauer Oberschule sorgt für verbessertes Freizeitangebot

Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung


Die Oberschule am Rollberg in Bernau und das Jugendkulturzentrum „Kulti“ in Biesenthal der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal haben am heutigen 2. November eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Angestrebt wird verstärkte Öffnung der beiden Einrichtungen in das Wohnumfeld und letztendlich eine Stärkung der Einrichtungen zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. „Weil Schule mehr als die Summe von Fachunterricht ist und entscheidend Lebensqualität, Perspektiven und Lebenssinn mitprägt, wollen wir mehr Mitteilungs-, Mitgestaltungs- und Mitverantwortungsmöglichkeiten im Schulalltag anbieten“, erläutert Ralf Klinghammer, Leiter des Fachbereiches Jugendhilfe der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal. „In unseren Einrichtungen soll die Chance bestehen, dass Erwachsene und Kinder verschiedener Herkunft, unterschiedlichen Alters und Auffassungen miteinander in wechselnden Formen kooperieren können. So fördern wir gemeinsame Erfahrungen und lernen dadurch einander besser zu verstehen.“

Durch die Schließung der Oberschule in Biesenthal wechselten rund 30 Schüler/innen in die Oberschule am Rollberg, berichtet Schulleiterin Verena Kuhl. Durch gemeinsame Projekte und Kennenlernen im Rahmen von Schule sollen jetzt Schüler/innen einen leichteren Zugang zum Jugendkulturzentrum finden. Sie treffen Mitarbeitende außerhalb von Schule in der Freizeit; geknüpfte Beziehungen durch Projektarbeit können weiter geführt werden. Verena Kuhl verweist darauf, dass dies nicht die erste Kooperation zwischen ihrer Schule und Lobetal ist: „Seit 2008 arbeiten wir mit den Hoffnungstaler Anstalten im Rahmen der Schulsozialarbeit zusammen. Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen sind die Angebote, die die Sozialpädagogin Peggy Hiller unterbreitet, sehr zu schätzen gelernt.“ Frau Hiller berät und begleitet in verschiedenen sozialen Problemlagen. Darüber hinaus werden gemeinsame Projekte entwickelt und veranstaltet.

Welche Angebote hält das „Kulti“ für die Schülerinnen und Schüler bereit? Sebastian Henning, Sozialarbeiter in der Jugendeinrichtung, erläutert: Sie können kickern, Billard und Dart spielen, Musik hören, Grillen oder Kochen. Es gibt einen Fitnessraum und einen Graffitiworkshop. Ausserdem gehören Beachvolleyball, Medienerziehung und Foto- & Videoprojekte (Foto-Lovestory) dazu. Darüber hinaus können sie sich im Klassenverband zu Wandertagen oder Projekttagen gemeinsam im Kulti ausprobieren und neue Interessen entdecken. Diese Angebote sollen die außerschulische Bildung fördern und finden ergänzend zum Lehrauftrag der Schule statt.

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Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: Ralf Klinghammer, Leiter des Fachbereiches Jugendhilfe der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal, und Schulleiterin Verena Kuhl. Dahinter von links: Sebastian Henning, Jugendsozialarbeiter im Kulti, Peggy Hiller, Sozialpädagogin, Ulf Welzin, stellvertretender Schulleiter und Janina Herr, pädagogische Mitarbeiterin im Kulti.

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