23 Frauen, mit interkulturellem Hintergrund, aus drei Berliner Bezirken beginnen erstmalig eine Weiterbildung zur Sozialassistentin in Kreuzberg
Am Mittwoch, 25. August 2010, begann für 23 Frauen mit interkulturellem Hintergrund eine 16monatige Weiterbildung zur Sozialassistentin, mit staatlicher Anerkennung. Alle Frauen waren vorher überwiegend als Stadtteilmütter in Kreuzberg, Neukölln und Charlottenburg in der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit tätig.
Ausgebildet werden die Frauen durch das Diakonische Bildungszentrum Lobetal, (Agentur Fort- und Weiterbildung), an dem neu geschaffenen Schulungsstandort in Kreuzberg.
Während der vorangegangenen Arbeit als Stadtteilmütter, die über die JobCenter im Rahmen der Arbeitsförderung finanziert wurde, haben die Frauen viele Erfahrungen und Fachwissen als Multiplikatorinnen in der interkulturellen Familienarbeit gesammelt und mit sozialpädagogischer Begleitung in den Kinder-, Jugend – und Familientreffpunkten erprobt.
In die berufliche Weiterbildung zur Sozialassistentin wird erstmalig das Lernfeld Interkulturelle Familienbegleitung aufgenommen, das von den Mitarbeiter/innen der Arbeitsförderung und Bildung, der „Die Wille gGmbH“ entwickelt wurde und umgesetzt wird. Ziel ist es, über die Fort- und Weiterbildung den Frauen ohne Ausbildung eine Berufsperspektive im sozialen Bereich zu ermöglichen.
Finanziert wird die Planung und Organisation der erstmals stattfindenden 16monatigen Weiterbildung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, sowie des Bezirksamtes /Jugendamtes von Friedrichshain – Kreuzberg. Umgesetzt wird das Projekt unter dem Namen „Zukunft durch Beruf“ in Kooperation zwischen dem Diakonischen Werk Berlin Stadtmitte e.V. und dem Träger für Arbeitsförderung und Bildung „Die Wille g GmbH“. Die Weiterbildung wird durch große Initiative der JobCenter, besonders des JobCenters Friedrichshain-Kreuzberg, über einen Bildungsgutschein finanziert.
An der Fort- und Weiterbildung gab es großes Interesse, sowohl politisch, von Seiten der Bildungsträger als auch von den Frauen.
Für die weitere Zukunft einer multikulturellen Gesellschaft ist es wichtig, dass diese Frauen als Brückenbauerinnen eingesetzt werden und mitwirken können.
In diesem Sinne wollen die Frauen hoch motiviert eine Ausbildung für die Zukunft absolvieren. Sie berichten, dass sie große Unterstützung und Anerkennung von ihren Ehemännern und Kindern bekommen, die ihnen Mut machen, sich mit ihren Fähigkeiten in die Gesellschaft einzubringen.
In dem noch bis Herbst 2011 laufenden Projekt „Zukunft durch Beruf“ werden weitere Ziele verfolgt:
Weitere Informationen/Ansprechpartnerin:
Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte e.V.
Ulrike Koch, Projektkoordinatorin
Wilhelmstr. 115, 10963 Berlin
Tel: 030/264 44 49
E – Mail: tam-u.koch@diakonie-stadtmitte.de
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