Wow-Ergebnisse - Heilpädagog/innen erhielten in Lobetal ihre Abschlusszeugnisse

Strahlende Gesichter bei der Zeugnisausgabe durch Schulleiter Dr. J. Plümpe (l.) und Klassenlehrerin A. Lange (r.)


Sehr beeindruckt zeigte sich der Leiter der Beruflichen Schule für Sozialwesen in Lobetal, Dr. Johannes Plümpe, als er am 26. Januar die Zeugnisse an 14 Absolventinnen und Absolventen des Aufbaulehrgangs Heilpädagogik überreichte: „Als ich über Ihre Noten geschaut habe, dachte ich: Wow, eine so gute Klasse habe ich lange nicht gesehen“, verriet er und fügte hinzu: „Wir als Schule können stolz sein, dass Menschen, die hier ihre Ausbildung gemacht haben, auch in hervorragender Weise in der Praxis wirken werden.“ Als Lehrer habe er sich im Klassenteam sehr willkommen und bei fachlichen Fragen nicht selten herausgefordert gefühlt. In Erinnerung wird dem begeisterten Schulleiter dabei auch ein partnerschaftlicher Austausch auf Augenhöhe bleiben.

Ähnlich empfand Klassenlehrerin Alexandra Lange, die diesen besonderen Tag mit sehr viel Liebe und kleinen Überraschungen wie einem filmischen Rückblick und einer Foto-Torte vorbereitet hatte. „Als ich Sie kennenlernte, dachte ich: Mann, das wird eine Herausforderung“, erinnerte sie in ihrer Ansprache. „Sie haben Fragen gestellt, über die ich noch lange nachgedacht habe.“

Als die frisch gebackenen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen vor mehr als zwei Jahren nach Lobetal kamen, arbeiteten viele von ihnen bereits in leitender Position, hatten etwa in der Eingliederungshilfe die Verantwortung für Wohngruppen, arbeiteten in der Frühförderung in Kitas oder in der Kinder- und Jugendhilfe. Mit ihrer staatlichen Anerkennung können sie nun als Fachkräfte unter anderem heilpädagogische Diagnosen stellen und die Lebens- und Entwicklungsbedingungen von Menschen auf der Basis wissenschaftlicher Grundlage beschreiben, verstehen und bewerten.

„Für mich ist dieser Abschluss meine berufliche Daseinsberechtigung“, so die Absolventin Jacqueline Rettschlag, die als ausgebildete Krankenschwester eine sogenannte Quereinsteigerin ist. Für Nadine Radolla hingegen war der Heilpädagogik-Lehrgang eine Art „Heimspiel“: „Vor zwanzig Jahren habe ich an dieser Schule meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin gemacht, und hier übrigens auch meinen Mann kennen gelernt“, erzählte sie. Mit ihrer zusätzlichen Qualifizierung stehen ihr nun ganz neue Türen offen. „Ich könnte mich nun zum Beispiel selbständig machen“, sagte die junge Frau, die in einer Einrichtung des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes bereits als Gruppenleiterin tätig ist.

Auch ihre Vorgesetzte, Christiane Ostroske, Verbundleitern der Lebensräume Uckermark, die dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk angehören, war zur feierlichen Zeugnisausgabe gekommen – eine Ehrensache. „Für uns war deutlich spürbar, dass die in Lobetal vermittelten Lerninhalte der Praxis zugewandt sind“, lobte sie. „In Diskussionen habe ich gemerkt, dass die Schüler das theoretische Wissen sehr gut in der Praxis gebrauchen konnten, zum Beispiel, wenn es um den Hilfebedarf für die Klienten oder um einen sach- und fachgerechten Austausch mit Neurologen ging.“

Den ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Heilpädagogen-Klasse bleibt nicht nur die Praxisbezogenheit in guter Erinnerung. „Wichtig war uns auch dieses Zusammengehörigkeitsgefühl und der gemeinsame Austausch“, erklärte Jacqueline Rettschlag. „Das ist ja auch ausschlaggebend für die Arbeit im Team, dass man gemeinsam Schwerpunkte erarbeitet, präsentiert und schließlich nach Lösungswegen sucht.“

Kontakt und Information

Dr. phil. Johannes Plümpe
Leiter Diakonisches Bildungszentrum Lobetal

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Fax: 03338-66-261

Bonhoefferweg 1
16321 Bernau OT Lobetal