Bischof und Diakoniedirektorin sprechen Pflege-Auszubildenden ihre Anerkennung aus

Bischof Dr. Dröge und Direktorin Eschen (2. u. 3. v.l.) im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern

Gruppenfoto nach dem Besuch. Mit dabei auch Pastor Dr. Johannes Feldmann und Martin Wulff (hintere Reihe, 2. v.l. bzw. 3.v.r.).


„Das professionelle und innovative Engagement der jungen Frauen und Männer in der Altenpflegeschule der Diakonie verdient den Respekt von uns allen“, betonte Bischof Dr. Markus Dröge am internationalen Tag der Pflege am 12. Mai in den Lazarus-Schulen Berlin. „Sie geben pflegebedürftigen Menschen die Würde, die jeder Mensch in dieser Situation verdient und verwirklichen damit einen wichtigen Aspekt des christlichen Auftrags in unserer Gesellschaft.“

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hatte sich gemeinsam mit Barbara Eschen, Diakoniedirektorin und Mitglied des Betheler Verwaltungsrats, mit Schülerinnen und Schüler der Altenpflege der Betheler Lazarus-Schulen getroffen und sich über die Anliegen der angehenden Pflegefachkräfte informiert. „In der Pflege herrscht schon jetzt Fachkräftemangel. Das macht sich in den Einrichtungen bemerkbar“, stellte Barbara Eschen fest. Daher müsse vor allem die Zahl an Ausbildungsplätze erhöht werden. Doch das Problem sei, dass ausbildende Pflegeheime dies durch Zusatzbeiträge finanzieren müssten. Auf diesem Weg werde Ausbildung zum Wettbewerbsnachteil. „Hier muss sich etwas ändern“, machte Barbara Eschen deutlich. Sie schlug eine Ausbildungsumlage im Land Berlin vor.

Als wichtiges Signal bezeichnete es Pastor Dr. Johannes Feldmann, Vorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, die Probleme der Pflegeausbildung öffentlich zu benennen. Lobetal-Geschäftsführer Martin Wulff forderte: „Pflege muss Wertschätzung in der Gesellschaft erfahren und gewürdigt werden.“

Die Lazarus-Schulen bilden in den Bereichen Altenpflege, Sozialpädagogik und Sozialassistenz aus. Die Berufsfachschule für Altenpflege bietet 240 Ausbildungsplätze in Vollzeit oder in berufsbegleitender Form an. Jährlich schließen rund 60 Schülerinnen und Schüler die Altenpflegeschule ab. Träger des Schulverbundes ist die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.

Fotos: Nils Bornemann