22. Lazarustag in Waltersdorf gefeiert

Zahlreiche Luftballons mit guten Wünschen stiegen beim 22. Lazarustag gen Himmel

Bethels Vorstandsvors. Pastor Ulrich Pohl, Lobetal-Geschäftsführer Martin Wulff u. Lobetal-Geschäftsführerin Pastorin Friedrike Winter

Einrichtungsleiterin Barbara Limburger und Ergotherapeutin Katja Förster bei einer Diakogmeditation


"Im Haus des Glaubens sind wir viele"


Zum 27. August luden die Mitarbeitenden sowie die Bewohnerinnen und Bewohner des Lazarus – Haus Waltersdorf zu ihrem diesjährigen Sommerfest ein. Viele Gäste aus nah und fern folgten dem Ruf der Altenpflegeeinrichtung am Fuße der Lausche, um den 22. „Lazarustag“ zu begehen. In diesem Jahr stand der Tag ganz im Zeichen des 150 jährigen Jubiläums der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, zu dem das Lazarus Haus mit seinem Träger, der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, gehört. Das wurde nicht nur auf den Basecaps und T-Shirts der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden deutlich sondern auch am und im Haus. So wurden im Foyer des Hauses unter anderem eine Dokumentation und ein Musikvideo zum Jubiläum gezeigt.

Unter den Gästen waren unter anderem, Bethelvorstand Pastor Ulrich Pohl, die Lobetaler Geschäftsführer Martin Wulff und Pastorin Friederike Winter, sowie die Waltersdorfer Ortsvorsteherin Karin Szalai. Der Festtag begann mit einem Gottesdienst. In seiner Begrüßung ging Peter Ehrlich, Leiter der Partnereinrichtung Lazarus Haus Bad Kösen, auf die Bedeutung des Namens Bethel ein. „Bethel heißt Haus Gottes. Und im Haus des Glaubens sind wir viele“, sagte Peter Ehrlich mit Blick auf die Mitarbeitenden vor Ort und in allen Bereichen der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.
In einer Dialogmeditation ließen Barbara Limburger, Einrichtungsleiterin in Waltersdorf, und Katja Förster, Ergotherapeutin im Haus, die Geschichte Bethels vor den Gästen Revue passieren. Pastor Ulrich Pohl betonte in seiner Predigt wie wichtig die helfenden Menschen sind. „Nach Kriegsende 1945, kamen pro Tag dreitausend Hilfesuchende nach Bethel. Aber es kamen auch Frauen und Männer um zu helfen.“ so Pastor Pohl. „Der Segen der auf unserer Arbeit liegt, kann nicht herbeigezwungen werden“, sagte Pastor Pohl weiter, „sondern hoffen und beten begleitet uns und unseren Dienst.“

Nach dem Gottesdienst betonte Barbara Limburger in ihrer Begrüßungsrede die enge Verbundenheit zwischen Lazarus, Lobetal und Bethel. „Man fühlt sich untereinander respektiert und begegnet sich auf Augenhöhe“ sagte sie. Auch Neues konnte Barbara Limburger den Gästen vorstellen. So wurde erst im Juli der neue Grillplatz mit Sitzecke aus Spendenmitteln fertig und wird nun rege als Treffpunkt genutzt. Auch in den Wohnbereichen wurde viel investiert. Wichtig war ihr auch ein besonderes Dankeschön an alle Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen, ohne sie wäre die Arbeit, aber auch so ein Fest nicht machbar.

Im Anschluss ergriff Pastor Ulrich Pohl nochmal das Wort und überbrachte aus allen acht Bundesländern, in denen Bethel aktiv ist, herzlich Grüße zum Festtag.

Martin Wulff betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Standortes Waltersdorf. „Ein sechsstelliger Betrag wurde im letzten Jahr in Instandhaltung und Modernisierung investiert. Und es gibt weitere Pläne um den Standort zu stärken.“ betonte er. Zudem nutzte er die Gelegenheit die neue Lobetaler Geschäftsführerin, Friederike Winter, vorzustellen.


Den Grußworten schloss sich ein buntes Programm an. Der Großschönauer Posaunenchor, der auch den Gottesdienst, musikalisch umrahmte, sorgte für gute Unterhaltung. Zum Programm gehörte auch eine „Modenschau von Gestern“, eine Zaubershow mit Willy und Musik mit Hartmut Menzel.

Weiterhin gab es einen Trödelmarkt, eine Tombola, sowie weitere Angebote für Groß und Klein.
Auch für Essen und Trinken war sehr abwechslungsreich gesorgt.

Bei einem Rundgang durch das Haus konnten die Gäste einen Blick hinter die Kulissen werfen und auch die umfangreichen, abgeschlossenen, Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten in Augenschein nehmen.

Ein beindruckender Moment war der Start von weit über 100 Luftballons. Jeder Luftballon trug eine Karte mit einem Wunsch in den sommerlichen Himmel. Mögen diese Wünsche in Erfüllung gehen.