10. Jubiläum Diakoniezentrum Werneuchen

Die Jubiläumstorte wird angeschnitten


„Noch ein Käffchen?“ „Aber dann kann ich ja nicht schlafen!“ „Ach, damit ist es doch noch lange Zeit hin!“ Gemütlichkeit herrscht am Sonntagnachmittag im festlich geschmückten neuen Adlersaal. „Genau auf den Tag, am 2. Juli 2007, eröffneten wir das Diakoniezentrum– mit zunächst einer einzigen Bewohnerin“, informiert Karin Abromeit, die seit Dezember 2016 das Seniorenheim leitet.

Anlässlich des 10. Jubiläums feierten die Bewohner am Sonntagnachmittag ihr Fest im neuen Adlersaal in Werneuchen. „Gern hätten wir das in unserem schönen Garten getan, aber Petrus spielte da ja leider nicht mit. In den zehn Jahren seines Bestehens ist das Diakoniezentrum inzwischen nicht mehr aus dem Stadbild von Werneuchen wegzudenken. Mein großer Dank geht daher vor allem an die Mitarbeiter der Einrichtung, die an 24 Stunden und 365 Tagen im Jahr für die Betreuung der Bewohner und Bewohnerinnen sorgen“, so Frau Abromeit.

Nach dem Auftritt des Chores der Kirchengemeinde und der Andacht von Pastor Dr. Johannes Feldmann, Vorstand und Vorsitzender der Lobetaler Geschäftsführung, freuten sich weitere Gäste über das Jubiläum und überbrachten ihre Glückwünsche. „Ich denke gern an die zurückliegenden Jahre, die Grundsteinlegung, das Richtfest - seit wir das Projekt gemeinsam mit der Stadt Werneuchen und der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal begleiten“, so Bürgermeister Burkhard Horn, der das Diakoniezentrum als eine Wurzel Werneuchens bezeichnet. Er verweist darauf, dass gegenüber eine neue Kita entsteht und die Einwohnerzahl in den letzten drei Jahren um 600 gestiegen ist.

„Wir sind stolz auf dieses Haus, seine Mitarbeiter und auf die Bewohner, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben“, so auch Martin Wulff, Lobetaler Geschäftsführer, und fügt hinzu: „Derzeit sind wir in Gesprächen, hier bis 2019 auch ein Betreutes Wohnen einzurichten.“

Die große Geburtstagstorte vom Café Gontek in Werneuchen schneidet dann Heimbeiratsvorsitzende Eva-Marie Zscharnack an. Und als Lutz Möhwald am Klavier „Du hast Glück bei den Frau’n, bel ami“ spielt, singen die Frauen an den Tischen mit einem verschmitzten Lächeln mit. Dann tritt Familie Samel aus Berlin auf die Bühne und stellt sich allen Gästen mit einer unterhaltsamen Tiershow vor.

Das Diakoniezentrum Werneuchen „Wohnen und Pflege gGmbH“ ist ein Haus der vollstationären Versorgung, das nach dem Hausgemeinschaftsmodell arbeitet. Es verfügt über insgesamt 72 Heimplätze, davon 60 Einzelzimmer und 6 Doppelzimmer. Das Heim gliedert sich in sechs Hausgemeinschaften, in der je zwölf Bewohner in Einzel- und Doppelzimmern wohnen. Hier leben Menschen, die ihren Lebensabend in einem Pflegeheim in häuslicher Gemeinschaft verbringen wollen oder aufgrund von Krankheit oder Hilfebedürftigkeit die Betreuung im Heim wünschen. Betreut werden Menschen aller Pflegegrade. „Wichtig ist uns bei der Neuaufnahme jedes Bewohners auch, dessen Lebensbiografie kennenzulernen. Was sind seine Vorlieben oder Abneigungen?“, informiert Karin Abromeit. Vielfältige Angebote bestimmen den Heimalltag. Neben Bastel-, Mal- oder gärtnerischen Arbeiten, finden auch gemeinsame Ausflüge statt. Wer möchte kann sich gern auch an hauswirtschaftlichen Arbeiten beteiligen. Auch können die Bewohner mit einkaufen gehen oder Speisepläne überlegen und gemeinsam kochen, ganz nach Möglichkeit oder Wunsch.

Der Gartenbereich des Diakoniezentrums konnten 2016 mithilfe einer Spende in Höhe von 50.000 Euro von Maren Otto des gleichnamigen Versandhauses verwirklicht werden. Das Diakoniezentrum ist zu 98 Prozent in Trägerschaft der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal und zu je einem Prozent in Trägerschaft von Kirchengemeinde und Stadt Werneuchen.

R.M.