Ein Erlebnisbericht vom Taizétreffen in Lobetal

Mechesee

Lobetaler Kirche


Sonnabend vor Pfingsten 2015, 21.00 Uhr: In der Lobetaler Waldkirche versammelten sich die Teilnehmenden des Taizétreffens, Bewohnerinnen und Bewohner aus Lobetal zum gemeinsamen Abendgebet. Es ist ganz still zwischen den Bäumen. Nur die Vögel zwitschern ihre fröhlichen Lieder. Die Bühne ist geschmückt mit einem Altar und vielen Kerzen. In die Stille der Waldkirche hinein fügen sich die Lieder des Abends. „Bei dir bin ich geborgen, wie ein Kind…“ hieß eines der Taizélieder des Abends. In der untergehenden Sonne verschmolzen Natur und Gebet, Gemeinschaft und Gottes guter Pfingstgeist.  

So war der Sonnabendabend ein besinnlicher Abschluss für einen sehr aufwühlenden Tag, der mit einer Bibelarbeit in der Lobetaler Kirche begann. Zum Thema des Wochenendes „neue Solidarität“ hatten wir Pfr. i.R. Klaus-Dieter Schulze von der Kommunität Grimnitz um diese Bibelarbeit gebeten. In Workshops setzte sich das Thema fort. Besonders eindrücklich waren die Gespräche mit Gästen aus der Ukraine, die in ihrem Land um Frieden kämpfen und uns ihr Friedenslied vorsangen, und die Begegnung mit Flüchtlingen aus Syrien. Seit dem Taizéwochenende hängt im Bonhoeffer-Haus die Bilderausstellung eines kolumbianischen Künstlers. Er malt die in Kolumbien verschwundenen Menschen.

Das Wochenende war geprägt von Begegnungen, einem sehr intensiven Nachdenken über praktische Solidarität und den Gebeten.

Am Sonntag feierten wir alle einen Pfingstgottesdienst, und unsere Predigt waren Berichte von Erlebnissen in diesen Tagen. Ich erzählte im Gottesdienst vom Freitagabend: Hier in Lobetal trafen sich zwei Freunde wieder. Beide sind syrische Kurden. Einer von ihnen lebt als Flüchtling in Lobetal und der Andere, erst eine Woche in Deutschland, kam als Teilnehmer mit einer Gruppe zum Taizéwochenende. Aus den beiden Kurzmitteilungen der Freunde „Ich lebe jetzt in einem Ort Lobetal“ und „Ich fahre jetzt in einen Ort Lobetal“ wurde ein fröhliches Wiedersehen.

Lobetal ist ein integrativer Ort für Menschen mit und ohne Behinderungen, und Lobetal ist ein spiritueller Ort, der Begegnung, Besinnung und Stärkung ermöglicht. Dass wir das über Pfingsten erfahren konnten, dafür bin ich dankbar.

Hartwin Schulz (Gästehaus)
für die Vorbereitungsgruppe

Kontakt und Information

Hartwin Schulz
Diakon, Leiter Ambulante Lebens- und Wohnbegleitung

Tel.: 0151-22795898
Fax: 03338-66-448

Bodelschwinghstr. 27,

16321 Bernau OT Lobetal