Aktuelles

20 Jahre Ausbildung in Lobetal

Bildungsstandort Lobetal feiert
1991 – 2011
20 Jahre Berufliche Schule für Sozialwesen

Am Samstag, den 24.9.2011 herrschte am Diakonischen Bildungszentrum Lobetal reges Treiben. Aus dem Barnim, der Uckermark, Sachsen-Anhalt, aus Polen und den Niederlanden waren mehr als 120 Ehemalige und Gäste angereist, um das 20jährige Bestehen der Fachschule für Heilerziehungspflege zu feiern. Die vertrauten Schulalltagsgeräusche, wie das Summen der Overheadprojektoren oder Beamer wurde unterbrochen, um die Schule in besonderem Glanz erstrahlen zu lassen.

Pastor Dr.Feldmann, Vorstand und Vorsitzender Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal würdigte die überaus erfolgreiche Entwicklung der Bildungseinrichtung, die sich weit über die Region hinaus einen guten Ruf erworben hat.

Die Schulleiterin, Christine Bode, betonte, dass das Diakonische Bildungszentrum, welches seine Wurzeln in der Fachschule für Heilerziehungspflege hat, eine moderne Bildungseinrichtung ist, an der die Idee des lebenslangen Lernens verwirklicht wird. In den letzten 20 Jahren entstand ein attraktiver Bildungsstandort, an dem es möglich ist, eine zukunftsorientierte Ausbildung für einen sozialen Beruf mit hohen Chancen am Arbeitsmarkt zu erhalten. Darüber hinaus stehen inzwischen aber auch vielfältige nutzerorientierte Angebote der Weiterqualifizierung zur Verfügung. Aktuelle pädagogische Konzepte sowie eine moderne, durch neue Medien geprägte Arbeitsumgebung unterstützen wirkungsvoll die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenzen.

Längst beschränkt sich auch das Ausbildungsangebot in den praktischen Ausbildungsphasen nicht mehr nur auf Einrichtungen in Deutschland. Seit 2004 besteht für angehende Erzieher und Heilerziehungspfleger die Möglichkeit, ihre 18-wöchige praktische Ausbildungsphase in einer niederländischen Partnereinrichtung zu absolvieren und dort nach entsprechenden Prüfungen den niederländischen Berufsabschluss zu erwerben. Möglich macht dies das europäischen Programm „Leonardo da Vinci – Mobilität“. Deshalb war die Festveranstaltung für 9 Absolventinnen und Absolventen der Heilerziehungspflege und Sozialpädagogik ein ganz besonderer Moment. Sie erhielten durch Janny Beuzel, Dozentin an der niederländischen Bildungseinrichtung ROC van Twente in Almelo, ihre niederländischen Diplome überreicht.

Höhepunkt der Festveranstaltung war der Vortrag von Univ. Prof. Dr. Georg Theunissen zum Thema „Empowerment und Inklusion – Wegweiser zeitgemäßer Behindertenarbeit“. Die sich anschließende Diskussion im Gremium und in der Gesprächsgruppe zeigte, wie wichtig dieses Thema für die sozialpädagogische Arbeit ist.

Im Pausengespräch mit Gästen erinnert sich Dr. Silke Wolf, langjährige Lehrkraft :„Wir waren mit sechs Lehrern ein sehr kleines Kollegium. Das war eine aufregende und sehr arbeitsintensive Zeit. Das Kollegium und die Schülerzahlen haben sich inzwischen erheblich erweitert, was jedoch geblieben ist, ist die besondere förderliche Arbeitsatmosphäre und der enge Kontakt zwischen Lernenden und Lehrenden“.

Heute lernen mehr als 400 Schüler in Vollzeit- oder tätigkeitsbegleitender Ausbildung in insgesamt 16 Klassen den Beruf des Sozialassistenten, Erziehers oder des Heilerziehungspflegers. In allen Bildungsgängen haben Klassen ihren Beitrag zum Schuljubiläum vorbereitet und gemeinsam mit Mitschülern, Kindern der Biesenthaler Kita „St.Martin“ und Beschäftigten der Werkstatt für behinderte Menschen gestaltet. Die Schüler der Berufsfachschule in der Oberstufe brachten den Mitschülern der Unterstufe die Inhalte der verschiedenen Lernfelder und Unterrichtsfächer ihrer zweijährigen Ausbildung anschaulich nahe. Die angehenden Erzieher einer Oberstufenklasse hatten Kinder der Kita „St. Martin“ zu einem Experimentierfest eingeladen, bei dem die Elemente Feuer, Wasser Erde und Luft genau unter die Lupe genommen oder erforscht wurde, wann Haut unsichtbar und Wasser trocken ist.

Schüler des Bildungsgangs Heilerziehungspflege erwarteten Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen in Biesenthal zu einem besonderen Bildungsangebot im gastronomischen Bereich.

„Die Bildungsangebote für Erwachsene mit Behinderung bilden somit einen unverzichtbaren Bestandteil und ebenso die Voraussetzung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dabei beschränken sich Bildungsangebote nicht nur auf das Erlernen von Techniken und Fähigkeiten, sondern beziehen auch die Gestaltung des sozialen Miteinanders und die Verbesserung der Lebensqualität mit ein“, formulierten die verantwortlichen Lehrkräfte Gudrun Ernesti und Alexandra Lange. Zu den Aufgaben von HeilerziehungspflegerInnen gehöre es, diese Bildungsprozesse zu planen, zu begleiten und zu unterstützen.

Mit einem musikalischen Kuchenbüffet und angeregten Gesprächen fanden die Aktivitäten im Rahmen des Schuljubiläums und der Festveranstaltung ihren Abschluss. Garantiert haben sich einige der Gäste schon einen weiteren wichtigen Termin notiert – das ist der 11.2.2012. An diesem Tag findet an der Beruflichen Schule der nächste Tag der offenen Tür statt. Alle an einer Ausbildung im sozialen Beruf Interessierten sind schon heute herzlich eingeladen.

 

Lesen Sie auch zu diesem Thema

Kontakt und Information

Christine Bode
Leiterin Diakonisches Bildungszentrum Lobetal

Tel.: 03338-66-251
Fax: 03338-66-261

Bonhoefferweg 1

16321 Bernau OT Lobetal