Qualitätssiegel Europapass als besonderes Merkmal einer Schule

Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule Lobetal erhalten Europapass für erlernte Fähigkeiten im Ausland

Europapass


„Diesen Europapass zu bekommen, ist schon etwas Außergewöhnliches und Einmaliges, das hat kaum eine Schule in der Umgebung“, erklärt die angehende Erzieherin Maria Hielscher, als sie ihren Europapass aus den Händen von Schulleiter Dr. Johannes Plümpe entgegennimmt. In der Tat gehört die Möglichkeit, einen Teil der praktischen Ausbildung in den Partnerschulen in Dänemark oder den Niederlanden zu absolvieren und somit den Horizont der beruflichen Ausbildung zu erweitern, zu einem der besonderen Merkmale und Angebote der Beruflichen Schule in Lobetal. Seit mehr als zehn Jahren kooperiert die Bildungseinrichtung nun schon im Rahmen des europäischen Programms „Erasmus+“ für berufliche Aus- und Weiterbildung erfolgreich mit Praxisstätten im Ausland und bietet Schülerinnen wie Maria Hielscher die Möglichkeit, neben dem deutschen zugleich den niederländischen Berufsabschluss zu erwerben und somit schließlich europaweit in ihrem Beruf arbeiten zu können. Bevor sich die werdende Erzieherin aber dafür entscheidet, das kommende Schuljahr mit ihrer letzten praktischen Ausbildungsphase in den Niederlanden zu krönen, hat sie im vergangenen Oktober gemeinsam mit fünf weiteren Mitschülern aus dem Bildungsgang Sozialpädagogik die zweite Praxisphase an der niederländischen Partnerschule „ROC van Twente“ absolviert.

 

Augenblicklich verbringen fünf niederländische Schülerinnen ihre letzte Praxisphase in Lobetaler Einrichtungen, wie etwa dem Johanna-Theresen-Haus oder dem Tagesförderbereich „Leben lernen Lobetal. Ein Grund für die niederländischen Koordinatoren für Auslandkontakte Petra Leemhuis, Ineke Hasselo und Marjan Keuper, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Sie wohnten der feierlichen Übergabe der Europapässe, welche die neu gelernten Fähigkeiten und Fertigkeiten der Lobetaler Schüler in den Niederlanden dokumentieren, persönlich bei, erneuerten gemeinsam mit den Schulleitern Dr. Johannes Plümpe und Dr. Heinz Marbes den Kooperationsvertrag bis ins Jahr 2020 und besprachen dabei auch zukünftige Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches und des Kennenlernens anderer Methoden und Konzepte. Außerdem besuchten sie ihre Schülerinnen in den Praxisstätten. Von dort hatte die Lobetaler Koordinatorin für Auslandskontakte Anita Schulz selbst gefilzte Frösche als anmutige Beigabe zum Europapass besorgt. „Die Frösche wurden im Tagesförderbereich von „Leben lernen Lobetal“ hergestellt. Da eine der niederländischen Schülerinnen dort mal hinein geschnuppert und bei der Arbeit geholfen hat, fand ich es passend, eben solche Frösche als Geschenk zu verteilten“, erklärte sie. Viele der Empfänger der grünen Hüpfer werden im kommenden Ausbildungsjahr sicher „keine Frösche“ sein und in die Niederlande zurückkehren, denn für Maria Hielscher sind diese außergewöhnlichen Praxiserfahrungen jenseits der deutschen Grenze „eine Zusatzqualifikation und wie ein Qualitätssiegel, man nicht überall und nicht bei jeder Ausbildung bekommt.“

 

Kontakt und Information

Dr. phil. Johannes Plümpe
Leiter Diakonisches Bildungszentrum Lobetal

Tel.: 03338-66-251
Fax: 03338-66-261

Bonhoefferweg 1
16321 Bernau OT Lobetal