„Top Ten plus“ der Handlungspraxis im Umgang mit „schwierigen“ Kindern und Jugendlichen

07. März 2017

Gibt es „Top Ten“ zum Umgang mit „schwierigen Kindern“? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser Workshop.

Ausgangspunkt ist, dass es im Grunde keine eindeutige Definition für „schwierige“ Kinder und Jugendliche gibt, da es sich um eine sehr heterogene Gruppe handelt. Sehr viele unterschiedliche Phänomene an jungen Menschen werden als schwierig beschrieben. Allerdings wandeln sich diese im Zeitverlauf und in Bezug auf die jeweiligen gesellschaftlichen Themen und Rahmenbedingungen.

Es gibt nicht den/die Systemsprenger/in, sondern diese Zuschreibung ist das Ergebnis einer Dynamik, eines Prozesses, an dem mehrere Akteure beteiligt sind. Aus einer biografietheoretischen Perspektive heraus gibt es keine schwierigen Kinder und Jugendlichen, wohl aber sehr schwierige sozialpädagogische Alltagssituationen, in denen die Beteiligten an Grenzen geraten und im Kontakt scheitern können. Es gilt diese als schwierig erlebten Alltagssituationen zu analysieren, um darauf basierend sozialpädagogische Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Im Kern geht es also weniger um die Diagnose von Auffälligkeiten bei jungen Menschen, sondern um die Bewältigung (wechselseitiger) Verstehensprozesse und Verstehensprobleme der Beteiligten.

Zur „Top Ten plus“ der Handlungspraxis im Umgang mit „schwierigen“ Kindern und Jugendlichen gehören nach Prof. Rätz u.a. folgende Punkte:

  • Erzählen, Zuhören, dialogische Verständigung
  • Emotionale Äußerungen zulassen und normalisieren
  • Vorerfahrungen akzeptieren und integrieren
  • Gemeinsame Vorhaben entwickeln
  • Konflikte und Auseinandersetzungen normalisieren

Zielgruppe

Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendhilfe

Dozent/in

Prof. Regina Rätz, Dipl.-Soziologin
Alice-Salomon-Hochschule (angefragt)

Ort

Diakonisches Bildungszentrum Lobetal

Verbindliche Kosten

80,00 € inkl. Material und Tagungsgetränken 

Termine

07. März 2017

8:00 Uhr bis 15:00 Uhr

 

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Kontakt und Information

Ute Schröder
Leiterin Agentur Fort- und Weiterbildung

Tel.: 03338-66-409
Fax: 03338-66-261

Bonhoefferweg 1

16321 Bernau OT Lobetal